Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.11.2018


Bezirk Landeck

Stadt Landeck befragt Radfahrer

Wie zufrieden sind Landecks Radler? Die Stadt nimmt am Interregprojekt „Pro-Byke“ teil und will den Umstieg aufs Rad schmackhaft machen.

© Stadtgemeinde LandeckIm Oktober hat die Projektgruppe das Stadtgebiet mit dem Fahrrad abgefahren, um Problemstellen zu dokumentieren.



Landeck – Ist Radfahren in Landeck Spaß oder Stress? Fahren Gemeindepolitiker selbst oft mit dem Rad? Und kommen sich Autos und Bikes im Stadtgebiet häufig in die Quere? Wenn man herausfinden will, wie fahrradfreundlich eine Gemeinde ist, befragt man am besten die Bewohner selbst. Aktuell sind die Land­ecker Radler am Wort. Der so genannte Fahrradklimatest kann schriftlich im Stadtamt oder online ausgefüllt werden (der Link findet sich auf der Internetseite der Stadt: www.landeck.tirol.gv.at).

Die Stadtgemeinde und das Klimabündnis Tirol wollen damit erheben, wie zufrieden die Landecker mit der Rad­infrastruktur im Ort sind. Die Befragung findet im Rahmen des Interregprojekts „Pro-Byke – Grenzüberschreitende Radverkehrsförderung in Gemeinden“ statt. „Durch die Umsetzung von radfreundlichen Maßnahmen kann die Attraktivität des Radverkehrs weiter erhöht werden. Dies soll den Umstieg vom Pkw auf das Fahrrad schmackhaft machen“, erklärt Projektleiter Michael Bürger von Klimabündnis Tirol das dahinterstehende Ziel.

Das Projekt ist in Landeck bereits diesen Sommer gestartet – die TT hat berichtet. In einem ersten Schritt wurde der Ist-Zustand erhoben. Im Oktober hat sich dann eine Gruppe bestehend aus Alltagsradlern getroffen, um die Stadt im wahrsten Sinn des Wortes zu „erradeln“, wie Christian Rudig von der Stadt erläutert. Dabei seien Gefahrenzonen, Kreuzungen, Übergänge und schnelle Verbindungen dokumentiert worden. „Die Gemeinde will herausfinden, wo Verbesserungen möglich sind“, betont er. Mit dem aktuellen Radwegkonzept habe das Projekt nicht direkt zu tun, es sei aber als seine innerstädtische Ergänzung zu sehen.

Der Fragebogen kann noch bis Mitte Dezember ausgefüllt werden. Die Ergebnisse sollen der Bevölkerung präsentiert werden. (TT, mr)




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