Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.11.2018


Osttirol

Umrüstung der Mautstelle in Tristach wird beraten

Die Mautstelle auf dem Weg zur Dolomitenhütte könnte automatisiert werden. Beschlossen ist noch nichts.

© Oblasser



Von Catharina Oblasser

Tristach – Die Maut­stelle beim Kreithof in Tristach, am Fuße der Straße zur Dolomitenhütte, ist eine der letzten in Osttirol, die noch von einem menschlichen Mautner betreut wird – mit Ausnahme der Felbertauern-Mautstelle. Meist sind es Studentinnen und Studenten, die beim Kreithof von Mai bis Oktober je nach Fahrzeug 4,50 bis 9 Euro kassieren. 8000 bis 9000 Pkw werden pro Saiso­n verzeichnet. Am Hochstein, wo einst Dichter und Maler Hans Salcher seinen Dienst versah, hat man vor rund zehn Jahren auf einen automatischen Schranken umgestellt. Der Zugang zur Kalser Glocknerstraße ist seit zwei Jahren nicht mehr personell besetzt. Es gibt dort eine elektronische Mauteinhebung.

Nun wird auch in Tristac­h die Umstellung auf ein elektronisches Mautsystem diskutiert. In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Gemeindevorstand Armin Zlöbl von den Erwägungen und den geschätzten Einführungskosten von mindestens 150.000 Euro. Zlöbl ist zugleich der Obmann der Bringungsgemeinschaft Kreithof-Dolomitenhütte, die für die Straße zuständig ist. Den größten Anteil an der Bringungsgemeinschaft hält die Gemeinde Tristach mit 39 Prozent. Die Agrar­gemeinschaften Amlach, Tristach und Lavant sowie einige Grundeigentümer sind ebenfalls beteiligt.

Armin Zlöbl erklärt, dass es innerhalb der Bringungsgemeinschaft die Anregung gab, eine automatische Mautstelle einzurichten. Damit sei eine umfassende und lückenlose Mauteinhebung besser möglich, lautete ein Argument. „Ich betone aber ausdrücklich, dass noch keine Entscheidung gefallen ist“, erklärt Zlöbl. Die Bringungsgemeinschaft halte Ende November eine Vollversammlung ab, dort soll das Thema erörtert werden. Ein Punkt wird wohl eingehend besprochen werden: Bei der Mautstelle am Kreithof haben die Einwohner von Tristach, Amlach und Lavant – also weit über 2000 Personen – freie Fahrt. Das wurde bei der Gründung der Bringungsgemeinschaft so vereinbart. Diese Freifahrten über eine elektronische Anlage abzuwickeln, wäre sehr kompliziert und aufwändig.

Was aber außer Frage steht: Die Bringungsgemeinschaft hat mit der Straße Kreithof-Dolomitenhütte eine große Aufgabe. Neben der Straßenerhaltung kümmert sie sich auch um die Rodelbahn, die im Winter über die Straße führt. „Zusätzlich präparieren wir eine Piste für die Skitourengeher. All das kostet“, sagt Gemeindevorstand Zlöbl.




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