Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


Tirol

Öffis in Tirol: Neuer Fahrplan auf Schiene

Land Tirol, Verkehrsverbund Tirol (VVT) und ÖBB haben gestern die Änderungen zum Öffi-Fahrplanwechsel am 9. Dezember präsentiert.

© Ob für Bus- oder Bahnkunden – der Fahrplanwechsel am 9. Dezember bringt einige Neuerungen für Tirols Öffi-Nutzer.Foto: VVT



Innsbruck – Zusätzliche Verbindungen, bessere Anschlüsse, kürzere Fahrzeiten und mehr Komfort in den Transportmitteln – der Fahrplanwechsel am 9. Dezember wartet heuer mit zahlreichen Verbesserungen für die Öffi-Fahrgäste in Tirol auf. Das erklärten gestern die für den öffentlichen Verkehr ressortverantwortliche LHStv. Ingrid Felipe, Verkehrsverbund-Tirol-Geschäftsführer Alexander Jug und ÖBB-Regionalmanager René Zumtobel bei der Präsentation der wesentlichen Änderungen.

Auf der Unterinntaltrasse zwischen Innsbruck und Kufstein wird beispielsweise wochentags eine zusätzliche Verbindung eingeführt und die Vertaktung beim REX auch am Wochenende auf einen 2-Stunden-Rhythmus verdichtet. Am Bahnhof Seefeld gibt es künftig sechs zusätzliche Anschlüsse in beide Richtungen für die Weiterfahrt nach München bzw. Innsbruck, im Zillertal und in Schwaz werden neue Verbindungen zwischen den Gemeinden bzw. im Stadtverkehr umgesetzt. Optimiert durch zwei bis drei zusätzliche Verbindungen werden auch die Anschlüsse zum Nah- und Fernverkehr im Bezirk Landeck.

Neu im Fernverkehr sind zusätzliche ICE-Direktverbindungen zwischen Innsbruck/Seefeld nach Hamburg und Dortmund, außerdem verbindet künftig ein Railjet die slowakische Hauptstadt Bratislava mit Tirol. In der Europaregion gibt es ein neues Verbindungspaar von Innsbruck über Bozen bis nach Trient. Ausgebaut wird die Direktverbindung Wien-Lienz.

Maßgeblich mitgestaltet wurden die Neuerungen von den Nutzerinnen und Nutzern des öffentlichen Verkehrs selbst, wie Felipe betont. Denn im Rahmen von so genannten Öffi-Treffs hatte und hat die Bevölkerung in den Gemeinden die Gelegenheit, ihre Wünsche an die Verantwortlichen heranzutragen. „Die konkreten Verbesserungsvorschläge zu Abfahrtszeiten, Umsteigemöglichkeiten und Anschlussverbindungen haben wir aufgegriffen und im neuen Fahrplan untergebracht“, so Felipe. Nachbesserungen etwa auf der Strecke Innsbruck-Kufstein resultieren aus diesen Öffi-Treffs. Das Land hat für das Jahr 2019 mehr als 131 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr budgetiert – ein Rekordwert, wie Felipe betont.

Lob für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit kommt von VVT-Geschäftsführer Jug: „Die Gemeinden und Tourismusverbände finanzieren die Angebote mit und tragen damit auch maßgeblich zum Gelingen bei.“ Für ÖBB-Regionalmanager Zumtobel sind ein Mehr an Kapazitäten, eine Attraktivierung der Bahn für Urlaubsgäste und der Ausbau der Kundennähe die drei zentralen Punkte der Fahrplan­umstellung.

Damit es am 9. Dezember keine bösen Überraschungen gibt, appellieren Felipe, Jug und Zumtobel an die Fahrgäste, sich rechtzeitig über den neuen Fahrplan zu informieren. Neben den großen Änderungen gibt es auch zahlreiche kleinere, wie etwa Abfahrtszeiten, die sich um wenige Minuten verschieben. (np)