Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.11.2018


Osttirol

Zweiter Direktzug Lienz - Wien ab 9. Dezember

Ab 9. Dezember gibt es zwei statt einer umsteigefreien Bahnverbindung, außer Samstag.

Der Lienzer Bahnhof.

© OblasserDer Lienzer Bahnhof.



Von Catharina Oblasser

Lienz, Wien – Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember ändert sich so manches bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch für Osttirol ergibt sich eine erfreuliche Neuerung. Die Bahn-Direktverbindung zwischen Lienz und der Bundeshauptstadt wird von einer auf zwei Fahrtmöglichkeiten aufgestockt. Dies gilt für alle Tage außer Samstag, wo es bei einem Zug bleibt.

Man habe generell starke Zuwächse auf der Südbahnstrecke, heißt es von Seiten der ÖBB. „Den Wunsch nach einer zweiten umsteigefreien Verbindung zwischen Lienz und Wien gibt es schon länger“, so ÖBB-Sprecher Herbert Hofer. „Wir bieten damit eine Qualitätssteigerung und ein noch besseres Service.“

Besonders gefragt sind Direktverbindungen am Freitag und am Sonntag, so wie das auch beim Direktbus Lienz – Innsbruck oder bei der Verbindung Lienz – Innsbruck über Kitzbühel der Fall ist. Am Sonntag verlassen deshalb zwei Züge knapp hintereinander Osttirol in Richtung Wien: einmal um 14.53 Uhr und einmal wie schon bisher um 15.53 Uhr. In umgekehrter Richtung haben die Fahrgäste am Freitag eine zusätzliche Reisemöglichkeit mit Abfahrt in Wien um 15.25 Uhr. Unter der Woche fahren die zusätzlichen Direktzüge um 7.53 Uhr aus Lienz Richtung Wien (zusätzlich zum üblichen Nachmittagszug), in der Gegenrichtung geht es um 14.25 Uhr von Wien nach Lienz (zusätzlich zum üblichen Frühzug). Die Fahrzeit bleibt mit fünf Stunden und 42 Minuten unverändert.

Wem das alles ein wenig unübersichtlich vorkommt: Die exakten Abfahrts- und Ankunftszeiten für den gewünschen Reisetag am besten auf www.oebb.at heraussuchen.

Unverändert bleibt vorerst der Regiobus-Verkehr in und um die Stadt Lienz. Daran ändert auch der österreichweite Fahrplanwechsel nichts. Allerdings soll das Bussystem ab April 2019 neu aufgestellt werden, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Es spießt sich nämlich bei den Schülertransporten, die im System integriert sind. „Andere Fahrgäste bemängeln, dass der Bus deshalb ausgedehnte Kreise fahren muss“, sagt Blanik. Geplant ist eine Entflechtung. „Die Struktur soll klarer werden, auch was den regelmäßigen Takt betrifft“, meint sie. Außerhalb der Schulbus-Zeiten werde man kleinere Busse zum Einsatz bringen.

Wenn auch im Regionalverkehr die Zeiten nach dem 9. Dezember weitgehend gleich bleiben, so sind Änderungen im einstelligen Minutenbereich trotzdem möglich. Es empfiehlt sich ein Blick auf den neuen Fahrplan.