Letztes Update am Mi, 05.12.2018 06:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Sicher nach Hause: Innsbruck erweitert zwei Nightliner

Im kommenden Jahr wird das Angebot der Nightliner in Innsbruck erweitert. Verbesserung gibt es im Osten und Westen sowie eine neue Anbindung in Hötting am Wochenende.

© IVB(Symbolfoto)



Von Michael Domanig

Innsbruck – Rund 430.000 Fahrgäste jährlich nützen die fünf Nightliner-Linien der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). Für das Jahr 2019 haben die Stadt und die IVB nun an mehreren Linien geschraubt, die Anpassungen sollen mit 26. Jänner in Kraft treten. Verbesserungen gebe es dabei vor allem für den Osten und Westen der Stadt, erklärte Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl gestern. So verkehrt der Nightliner N1 (Sieglanger – Baggersee und retour) künftig, auf Anregung von GR Lucas Krackl, statt über den Grabenweg über die Trientl- und Valiergasse, um die dortigen Veranstaltungs- und Ausgehlokale direkt anzubinden.

Ganz im Westen der Stadt soll sich der Heimweg für viele Bewohner von Kranebitten verkürzen: Der Nightliner N8 wird hinauf bis zum Klammgeist verlängert, zudem fährt er künftig am Wochenende stündlich die ganze Nacht hindurch. Genau dafür hatte sich auch eine Gruppe von jungen Höttingern in den sozialen Medien eingesetzt – der N8 verkehrt nämlich über Hötting, Sadrach und Allerheiligen nach Kranebitten.

11.000 zusätzliche Fahrten im Jahr

Bislang kosteten die fünf Nightliner-Linien 765.000 Euro im Jahr, die Erweiterung der Linie N8 schlägt nun mit ca. 25.000 Euro jährlich zu Buche. Die IVB gehen dadurch von rund 11.000 zusätzlichen Fahrten im Jahr aus.

Das Nachtangebot sei für viele Kunden eine zentrale Motivation, sich Semester- oder Jahreskarten zu kaufen, betont IVB-Geschäftsführer Martin Baltes. Besonders wichtig sei der Nachttakt für Berufstätige mit ungünstigeren Arbeitszeiten, „die früher oft auf ein Auto angewiesen waren“. Nach Schätzungen der IVB sind unter der Woche mindestens ein Drittel der Nightliner-Nutzer Berufstätige. Inklusive Frauennachttaxi und Anrufsammeltaxi rechnen die IVB künftig mit rund einer halben Million nächtlicher Fahrten pro Jahr.




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