Letztes Update am Fr, 04.01.2019 18:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Doch keine „L-Train-Apocalypse“ in New York: Bahnschließung abgesagt

Gouverneur Andrew Cuomo hat die Schließung der U-Bahn-Verbindung von Manhattan mit Brooklyn für Reparaturarbeiten überraschend abgesagt.

Symbolfoto.

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New York – Wenige Monate vor der geplanten eineinhalbjährigen Schließung einer wichtigen U-Bahn-Verbindung in New York hat Gouverneur Andrew Cuomo die Maßnahme überraschend wieder abgesagt. Die U-Bahnlinie L, die Manhattan mit Brooklyn verbindet, hätte ab Ende April 2019 für 15 Monate dicht gemacht werden sollen, um Schäden aus dem Hurrikan „Sandy“ im Jahr 2012 zu reparieren.

Hunderttausende Menschen im Einzugsgebiet wären betroffen gewesen. Von der „L-Train-Apocalypse“ war die Rede - Mieten und Grundstückswerte waren bereits gesunken, Menschen und Geschäfte umgezogen, Alternativpläne ausgearbeitet worden. Rund 400.000 Menschen benutzen die U-Bahnlinie jeden Tag.

„Neue Technologie aus Europa“

Dank einer „neuen Technologie aus Europa“ könnten die Reparaturarbeiten nun aber ohne die Komplettschließung durchgeführt werden, sagte Gouverneur Cuomo am Donnerstag (Ortszeit). Nur nachts und am Wochenende werde es Einschränkungen geben. Für New Yorker sei das ein „phänomenaler Vorteil“.

Bürgermeister Bill de Blasio zeigte sich noch skeptisch. „Wenn diese neue Strategie echt ist, dann denkt der Bürgermeister, dass das sehr gute Nachrichten für die Fahrgäste der Linie L sind“, ließ er über seinen Sprecher ausrichten. „Aber wie jeder andere auch, denkt er, dass die Nahverkehrsbehörde MTA einiges dazu erklären muss, wie sie das alles in den vergangenen Jahren gehandhabt hat.“ (APA/dpa)