Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.01.2019


Verkehr

Bahn stellte Weichen für Hahnenkamm

Martin Holleis, Leiter der ÖBB-Infrastruktur.

© ÖBB/KapfererMartin Holleis, Leiter der ÖBB-Infrastruktur.



Kitzbühel – Das Adrenalin steigt, der Puls ebenso – vom 25. bis zum 27. Jänner geht es für bis zu 100.000 Skifans zum Kitzbüheler Hahnenkammrennen. Die ÖBB machen sich gefasst, etwa 50.000 Fahrgäste dorthin zu fahren. Rund 75.000 zusätzliche Sitzplätze werden dafür auf Schiene gestellt. Das ergibt insgesamt eine Kapazität für bis zu 150.000 Fahrgäste. Mit 45 eingesetzten Zuggarnituren sind auch um etwa 50 Prozent mehr Fahrzeuge unterwegs als an normalen Wochenenden.

Damit wird die direkt beim Zielgelände gelegene ÖBB-Haltestelle „Kitzbühel Hahnenkamm“ zu einem der am stärksten frequentierten Bahnhöfe in ganz Österreich. Geplant sind dort insgesamt 300 Halte. „Logistisch sicher eine Herausforderung, aber mit unserem bewährten Mobilitätskonzept werden wir dies auch heuer wieder zur Zufriedenheit der Fans und des Veranstalters umsetzen“, sagte Martin Holleis, regionaler Betriebsführungsleister und Leiter der ÖBB Infrastruktur.

Insgesamt 335 miteinander vernetzte Mitarbeiter werden im Einsatz stehen, darunter eine eigens eingerichtete ÖBB-Einsatzleitung in Kitzbühel-Hahnenkamm. Auch die Sicherheit an Bahnhöfen wurde verschärft: mit Geschwindigkeitsbegrenzungen für Durchfahrtszüge, Videoüberwachung bei Kitzbühel und St. Johann in Tirol sowie zusätzlichen Schaffnern pro Zug.

Für die Fahrt zur berühmt-berüchtigten Streif gelten normale ÖBB-Tarife. Eine Ausnahme stellen lediglich die kostenlosen Shuttlezüge zwischen Kirchberg – Kitzbühel Hahnenkamm und St. Johann in Tirol dar. (lih)