Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 19.03.2019


Innsbruck

Kritik: Temporäre Buslösung für das O-Dorf in Diskussion

Mit Inbetriebnahme der neuen Tramlinien ins O-Dorf (Bild) wurde die Buslinie O eingestellt — was viele Öffi-Nutzer in Neu-Rum scharf kritisieren. Abhilfe soll nun eine Zwischenlösung mit Bussen schaffen.

(Symbolbild)

© Domanig(Symbolbild)



Rum, Innsbruck – Am 8. April sollen die Bauarbeiten rund um das Megaprojekt Regionalbahn in Neu-Rum starten: Zunächst stehen in der Serlesstraße umfangreiche Verlegungs-und Erneuerungsarbeiten bei Kanal und Wasserleitungen an, die sich über rund zwei Jahre erstrecken, danach folgt der eigentliche Trassenbau. Da das dreijährige Bauprojekt natürlich diverse Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Betriebe in Neu-Rum hat, lädt die Marktgemeinde Rum am heutigen Dienstag zu einer Informationsveranstaltung – und zwar von 14 bis 17 und von 18 bis 21 Uhr im Mehrzwecksaal Neu-Rum. Dabei präsentieren Experten der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) und der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) sowie Gemeindemitarbeiter die Details zum Projekt und stehen für Fragen zur Verfügung.

Dass mit Inbetriebnahme der neuen Tramlinien 2 und 5 ins Olympische Dorf die bisherige Buslinie O vollständig eingestellt wurde, stößt, wie berichtet, bei vielen Öffi-Nutzern aus Neu-Rum und dem O-Dorf auf Kritik. Sie müssen derzeit entweder einen längeren Fußweg bis zur neuen Endhaltestelle der 2er in der Josef-Kerschbaumer-Straße auf sich nehmen oder auf die Buslinie T mit deutlich geringerer Frequenz ausweichen. Bemängelt wird zudem, dass der O das Einzugsgebiet generell besser abgedeckt habe.

Genau diese Probleme waren zuletzt Thema mehrerer Besprechungen zwischen dem Land, der Stadt Innsbruck, der Marktgemeinde Rum, dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) und den IVB. Wie aus dem Bür­o von LHStv. Ingrid Felipe zu erfahren war, haben sich dabei drei mögliche Varianten für eine temporäre Buslösung herauskristallisiert: ein neuer Rundkurs, eine Verlängerung der Buslinie T oder eine Verlängerung der Buslinie F. Das Land würde dabei – bei allen Varianten – ein Drittel der Kosten übernehmen, über die restlichen zwei Drittel müssten sich die Gemeinden Rum und Innsbruck einigen. Der nächste Gesprächstermin steht schon kommende Woche an. Gedacht wäre diese Zwischenlösung jedenfalls bis zur Inbetriebnahme der neuen Regionalbahn mit Endstation beim Rumer Bahnhof. Danach soll die Situation wiederum einer Neubewertung unterzogen werden. (md)

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