Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 02.04.2019


Bezirk Kufstein

Am Bahnhof in Kufstein fehlt immer noch die Uhr

Nach den Umbauarbeiten in Kufstein fehlt an der Fassade am Bahnhof immer noch eine Uhr. Die politischen Verantwortlichen wollten sogar schon selbst eine kaufen.

Die uhrlose Gestaltung des Bahnhofsgebäudes und der gepflasterte Vorplatz sorgen in Kufstein für Diskussionen.

© OtterDie uhrlose Gestaltung des Bahnhofsgebäudes und der gepflasterte Vorplatz sorgen in Kufstein für Diskussionen.



Kufstein – Am Bahnhof geht es oft um Sekunden und Minuten, die entscheiden, ob man am Bahnsteig stehen bleibt oder die Reise antreten kann. Kein Wunder, dass am Weg der prüfende Blick auf die Uhr dazugehört. Daher findet sich an den meisten Bahnhofsgebäuden auch ein Zeitmesser. Nicht so in Kufstein, dort wurde er entfernt und trotz abgeschlossenem Umbau nicht mehr installiert.

„Vor über einem Jahr fand die Eröffnung des Vorplatzes statt. Dabei wurde von Vertretern der ÖBB die Installierung zugesagt, nachdem das Fehlen der Uhr von Bürgermeister Martin Krumschnabel reklamiert wurde. Aber offensichtlich ist diese Zusage in Vergessenheit geraten“, erinnert Gemeinderat Horst Steiner (Bürgerliste) an die Aussagen. „Der Wunsch zahlreicher Bahnkunden, dass eine schon von Weitem sichtbare Bahnhofsuhr zum Haupteingang eines Bahnhofes gehört, scheint keineswegs übertrieben. Hoffentlich findet dieser Wunsch bei einem Verantwortlichen bald Gehör“, appelliert der Mandatar an die Unternehmensspitze. Auch Bürgermeister Martin Krumschnabel weiß vom Wunsch. „Wir wollten die Uhr schon selber kaufen. Aber angeblich muss diese genau auf alle anderen Bahnhofsuhren abgestimmt sein. Das sei nicht so einfach, wurde uns gesagt.“

Bei den ÖBB verweist man „auf umfangreiche Planungen betreffend einer Aufwertung und Weiterentwicklung des Bahnhofsgebäudes. Diese werden bis zum Sommer abgeschlossen sein. Ein Teil davon betrifft auch eine neue Fassade, in welche eine Uhr integriert werden soll.“

Auch die neue Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes durch die Stadt ist ein Thema für Diskussionen. Während andere zu viel Beton und Steine sehen, weiß Bürgermeister Krumschnabel „von vielen positiven Rückmeldungen dazu“. (wo)

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