Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 08.04.2019


Innsbruck-Land

Hall diskutiert über neue Verkehrslösung

Staus sind in Hall seit Jahren ein alltägliches Bild. Die morgige Diskussion im Haller Kurhaus soll ein Stimmungsbild der Bevölkerung zeigen, was die künftige Entwicklung des Straßennetzes betrifft.

© DomanigStaus sind in Hall seit Jahren ein alltägliches Bild. Die morgige Diskussion im Haller Kurhaus soll ein Stimmungsbild der Bevölkerung zeigen, was die künftige Entwicklung des Straßennetzes betrifft.



Tägliche Staus am Unteren Stadtplatz, ebenso entlang der Nord-Süd-Achse: Die massive Belastung durch den Individualverkehr ist in der Region Hall seit Jahren eines der vordringlichsten und brisantesten Probleme. Nun soll ein neuer Anlauf zur Lösung unternommen werden — mit Bürgerbeteiligung.

Heikle Kernfrage ist und bleibt dabei eine verkehrliche Entlastung von Hall durch eine zusätzliche Verbindung zur A12 Inntalautobahn. Die Spange Hall-Ost — damals aus Sicht der Verkehrsexperten die zweckmäßigste Variante — wurde bekanntlich 2015 von der Milser Bevölkerung abgelehnt. Daraufhin entschieden sich das Land und der Planungsverband Hall und Umgebung für einen Neustart: Dabei wurde die Mobilität in der Region durch ein Planungsteam ganzheitlich untersucht — zunächst mit dem Fokus auf Öffis und ein regionales Radwegekonzept, das nun schrittweise umgesetzt werden soll.

Gleichzeitig stimmten sich Land, Asfinag und Planungsverband über die weitere Vorgangsweise zur künftigen Entwicklung des Straßennetzes ab: Nun liegen erste Einschätzungen der Experten vor, die jetzt mit den Bürgern diskutiert werden sollen — und zwar am morgigen Dienstag um 19 Uhr im Kurhaus Hall.

Nach einführenden Worten der Planungsverbands-Obfrau, BM Eva Posch, präsentieren die Planer — Helmut Köll und Werner Rosinak — die Vorarbeiten. Dann ist die Bevölkerung am Wort, um ihre Anregungen — Vorschläge und Kritik — einzubringen. Ziel sei es, an diesem Abend „im Rahmen einer gemeinsamen Arbeit ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung über die Optionen des künftigen Straßennetzes abzuholen", erklärt Verkehrsplaner Rosinak. (TT)




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