Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.04.2019


Bezirk Landeck

St. Anton am Arlberg winkt „Impuls Award“ für Sicherheit

Die Gemeinde investierte vier Mio. Euro in die Verlegung der Umfahrungsstraße B197. Zudem entstand eine neue Begegnungszone.

Die neue St. Antoner Umfahrungsstraße B197 rückte an die Rosanna. In diesem Zusammenhang verschwanden die Parkplätze im Uferbereich, wodurch Fußgänger nicht mehr die Fahrbahn queren müssen.

© MattDie neue St. Antoner Umfahrungsstraße B197 rückte an die Rosanna. In diesem Zusammenhang verschwanden die Parkplätze im Uferbereich, wodurch Fußgänger nicht mehr die Fahrbahn queren müssen.



Von Helmut Wenzel

St. Anton am Arlberg – Baue eine attraktive, sichere Verkehrsinfrastruktur, reiche das Projekt für den „Impuls Award“ des Gemeindebundes ein und gewinne möglicherweise den Siegerpreis. Die ersten beiden Schritte hat die Gemeinde St. Anton bereits gemacht. Die 2018 fertiggestellte Verlegung der Umfahrungsstraße bzw. Arlbergstraße B197 landete kürzlich unter den fünf besten von 150 eingereichten Projekten in der Kategorie „Sichere Gemeinde“ – womit der „Impuls Award 2019“ winkt. Die Wiege des alpinen Skilaufs ist die einzige Gemeinde Tirols, die sich heuer für den Award qualifizieren konnte.

„Die Projektidee reicht einige Jahre zurück“, schilderte Bürgermeister Helmut Mall am Donnerstag. „Mit den Parkplätzen an der Rosanna war ein Sicherheitsrisiko verknüpft. Die Leute mussten die stark frequentierte Straße zu Fuß queren. Beim Ein- und Ausparken gab es wiederholt gefährliche Situationen.“ Auch die mehrmonatige Arlbergtunnelsperre 2015 und 2017 habe eine Rolle gespielt: Zusätzlich rollte der Transitverkehr durch das Dorf.

Nach einer technisch aufwändigen Verstärkung der Ufermauern an der Rosanna habe man die Straße mehrere Meter verlegen können. Die bisherigen Parkplätze verschwanden, neuer Parkraum entstand an anderen Standorten. Um den Suchverkehr zu vermeiden, habe man digitale Tafeln mit Infos über freie Parkplätze installiert.

Die Investitionskosten lagen bei vier Mio. Euro, das Land und die Asfinag steuerten 1,3 Mio. Euro bei. Mall sprach von einem „optischen und sicherheitstechnischen Gewinn für die Gemeinde“.

Der zweite Streich war die Adaptierung der parallel zur B197 befindlichen Gemeindestraße zur verkehrsberuhigten Begegnungszone. Dabei wurden Wasser-, Kanal-, Strom- und LWL-Leitungen neu verlegt. „Das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer steht im Vordergrund, für den motorisierten Verkehr gilt ein Tempolimit von 20 km/h“, weiß Bauamtsleiter Bernhard Prantauer. Mall kündigte ein Eröffnungsfest in der Begegnungszone für 1. Mai an.

Der „Impuls Award“ wird am 26. Juni in Graz verliehen. Die Gewinner dürfen u. a. ein Gütesiegel für ihre Gemeinde verwenden.

it dem Kreisel entstand eine sichere Anbindung des innerörtlichen Verkehrs und der NMS St. Anton.
it dem Kreisel entstand eine sichere Anbindung des innerörtlichen Verkehrs und der NMS St. Anton.
- Matt