Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.04.2019


Innsbruck

Gesetzlose auf zwei Rädern: Radfahr-Rowdies auf dem Vormarsch

In den vergangenen Jahren sind die Verkehrsdelikte durch Radfahrer deutlich gestiegen. Das Innsbrucker Stadtpolizeikommando setzt daher auf Schwerpunktkontrollen.

Um kommentieren zu können, müssen Sie TT-Abonnent sein und sich mit Ihrem Benutzerkonto angemeldet haben. Hier geht es zur Anmeldung bzw. Erstregistrierung.
Anmelden
Johann Wirnsperger • 27.04.2019 07:48
Kommentar zum Zeitungsartikel in der Tiroler Tageszeitung am 26. April 2019 „Gesetzlose auf zwei Rädern“ Dieser Artikel hat mich zutiefst empört. Es ist wieder einmal eine Verurteilung in Bausch und Bogen. Alle Radfahrer werden in einen Topf geworfen und an den Pranger gestellt und kriminalisiert. Es gibt natürlich auch den Radler mit fehlerhaftem Verhalten und Verkehrssünder. Das ist jedoch die Ausnahme. Der Großteil benimmt sich ordentlich, hält sich an die Regeln und vermeidet gefährliche Situationen. Die Radfahrer von den Fußgängern zu separieren und mit Verboten zu belegen, ist kein richtiger Ansatz. Das zwingt sie auf die Straße, wo sie in das Stressverhältnis mit den Autofahrern verstoßen werden. Die Autofahrer betrachten die Radfahrer als minderwertige Verkehrsteilnehmer und verhalten sich oftmals ruppig, überheblich bis gefährlich dem Radfahren gegenüber. Ein Ansatz wäre, Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger prinzipiell voneinander zu trennen. Diese Lösung ist jedoch wirtschaftlich und logisch betrachtet nicht sinnvoll. Dementsprechend ist auch das Fahrverbot in der Maria Theresien Straße in Innsbruck für Radfahrer nicht der richtige Ansatz. Ein friedvolles Zusammenleben zwischen Radfahren und Fußgängern ist problemlos möglich. Das wird in Amsterdam und in Münster bewiesen. Das sind die Städte mit der höchsten Radfahrerdichte pro Einwohnerzahl. Und es funktioniert ganz problemlos, wenn jeder einzelne Teilnehmer Verständnis für den jeweils anderen aufbringt und sind darauf einstellt. Und nicht auf die Barrikaden steigt und den jeweils anderen verdonnert. So wie es in dem TT-Artikel dargestellt wurde. Vor allem in Münster ist dieses harmonische Zusammenleben für jeden Besucher ein eindrucksvolles Erlebnis. Und noch ein wichtiger Nachsatz: Das Fahrrad ist ein sensationelles Mobilitätsgerät. Es verbraucht keine Energieressourcen, stinkt nicht, ist nicht laut, verbraucht keinen Platz und ist in der Lage Transportgut im begrenzten Ausmaß zu bewältigen. Das können alle anderen Fahrzeuge nicht. Unter Rücksichtnahme auf die aktuellen Bedrohungen wie Klimawandel, Wetterkapriolen von Dürrekatastrophen bis zu Hochwasserüberflutungen und extremen Kälteeinbrüchen sollten die Fahrradfahrer nicht an den Pranger gestellt werden. Das ist nicht der richtige Ansatz. Dr. Johann Wirnsperger Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger
Csaba Kaloczy • 26.04.2019 15:42
Wieso gelten für Radfahrer die Bestimmungen der StVO nicht? Fahren m Gehsteig, Zebrastreifen, Fußgängerzone, usw., alles ok? Alkoholisiert bis 0,79 auch erlaubt. Die wissen ganz genau, kein Kennzeichen, also kannst mich mal! Jetzt kommen noch die Scooter dazu, die fahren sogar in den Einkaufszentren wie die Irren herum, kurven wie im Slalom, Leute anrempeln, Egotrips vom Feinsten!
Wolfgang Meister • 26.04.2019 10:07
Wer viel mit Rennrad unterwegs war/ist, kann bestätigen, dass das Radfahren auf der Straße lebensgefährlich geworden ist, die Autofahrer sind extrem ungeduldig, schwerst aggressiv und riskieren des Öfteren eine Kollision mit einem Radler, nur um ein paar Sekunden herauszuholen, sprich vor der Ampel noch schnell überholen, im Kreisverkehr der Vorrang nehmen, den Seitenabstand nicht einhalten, das anspritzen mit Wischwasser ist noch das harmloseste, obwohl dass auch die Augen verätzen kann.
Wolfgang Meister • 26.04.2019 10:09
Ich kann nur jeden empfehlen, nimmt auf manchen Straßen lieber den Gehsteig, da es einfach sicherer ist, aber passt natürlich auf die Fußgänger auf. Innsbruck, hat die letzten Jahrzehnte ganz einfach auf den Radfahrer vergessen bzw. nur auf das Auto gesetzt. Ich selber lasse Auto, wenn möglich des Öfteren stehen und gehe zu Fuß oder benutze das Fahrrad, aber viele sind einfach zu faul ihre Kadaver in Schwung zu bringen und stellen sich lieber eine halbe Stunde in den Stau um z.Bsp. in die Arbeit zu kommen.
Wolfgang Meister • 26.04.2019 10:09
Und mit Strafen bzw. den Fahrradfahrer zu kriminalisieren werden wir auch nicht weiterkommen, baut lieber in Infrastruktur aus und dämmt den Straßenverkehr ein, dann löst sich das Problem der Übertretungen von selbst.
Csaba Kaloczy • 26.04.2019 15:38
Da hast jetzt ordentlich abgeladen, auf die Autofahrer geschimpft, die drängelnden Radler die sich um nichts scheren, denen Gehsteig, Zebrastreifen, Rote Ampel, alles egal ist, Kopfhörer auf laute Musik, was geht mich die Welt da draußen an, LmA Mentalität ist aber ok!
Gerhard Kathrein • 26.04.2019 19:44
Das mit den Rowdies ist natürlich eine Aufregerschlagzeile, die bei weitem nicht pauschal gilt. War letzten Freitag mit dem Rad in und um Innsbruck bis rein in die Innenstadt. Eine richtig riesige Mischung aus Fußggänger, Radler und Autos, und keine einzige Szene, wo Autofahrer, Radler oder sonst wer rowdymäßig aufgefallen wäre. Aggressive Autofahrer, die keine Rücksicht auf Radler nehmen, sehe ich tendenziell außerhalb größerer Städte. Ich bin Radler und Autofahrer. Für mich gibt es keine Diskussion, mich hinter einem Radler einzuordnen, wenn man nicht ganz leicht überholen kann. Hat was mit Rücksichtsnahme auf Schwächere zu tun, was in der heutigen Ellbogenmentalität als Zeichen der Schwäche gesehen wird.
Mathias Prachensky • 26.04.2019 07:08
Für Radfahrer gilt eine erlaubte Alkoholisierung von 0,79 Promille (im Artikel). Für Fußgänger liegt sie wo? Das Grundproblem meiner Meinung nach hier in Innsbruck ist - die gesellschaftlicher Akzeptanz generell zu viel Alkohol zu trinken. Und egal ob ich im Supermarkt bei den Süßigkeiten, beim Obst oder sogar bei der Tiefkühlkost stehe - Wein ist das einzige Produkt was flächendeckend im ganzen Laden rumsteht. Ist das eigentlich erlaubt? Betrunkene sind in jeder Situation ein Problem und nicht nur am Radel. Für mich gibt es somit zwei Lösungen - gesellschaftliches Umdenken - weniger Alkohol generell und betrunken rumzulaufen und den Leuten auf den „Sack“ zu gehen ist Uncool Out und nervt. Fahrradwege welchen dem Nahmen gerecht werden - dann muss ich auch nicht über den Randstein wegen Überfüllung radeln um nicht zu kollidieren. Also hier ist doch klar die Politik gefragt den Trend aufs E-Bike, Fahrrad, alternative Fortbewegungsmitteln mit entsprechenden Lösungen - Fahrbahnen gerecht zu werden.
Martha Satzinger • 26.04.2019 06:22
Die Gesetzlosen... die sogenannten one percenter

Allgemeine Posting-Regeln

Wer hier postet muss die allgemeinen Gesetze und Rechtsvorschriften einhalten.

Mehr lesen