Letztes Update am Sa, 01.06.2019 07:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Straßenverkehrsordnung

Führerscheinprüfungen ab 1. Juni nicht mehr auf Türkisch

Ab Samstag gelten auch neue Theoriefragen für die Klassen C, D, E und F und neue Regeln für E-Scooter.

(Symbolfoto)

© APA/HANS KLAUS TECHT(Symbolfoto)



Wien – Ab Samstag können Führerscheinprüfungen in Österreich nicht mehr in türkischer Sprache absolviert werden. Sie können künftig nur noch in den Sprachen Deutsch, Englisch, Kroatisch und Slowenisch abgelegt werden. Ebenfalls ab Samstag gibt es für die Computer-Prüfung auch 1908 neue Theoriefragen für die Klassen C, D, E und F.

Diese wurden nicht mehr ins Türkische übersetzt. Türkisch war bisher die zweithäufigste Prüfungssprache. Weiterhin absolviert werden können die Prüfungen in Slowenisch und Kroatisch. Im Staatsvertrag von 1955 wurde den slowenischen und kroatischen Minderheiten das Recht auf Verwendung ihrer Sprache zusätzlich zu Deutsch als Amtssprache eingeräumt.

Die neuen Theorie-Fragen weisen laut dem Fachverband der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) moderne Inhalte wie beispielsweise Assistenzsysteme, Toter Winkel und Ladungssicherung auf. Auch Fragen zu Vorgaben der EU-Führerschein-Richtlinie wie beispielsweise zu Ruhe- und Lenkzeiten, Transportvorschriften, Dokumente, Kraftstoffsysteme und elektrische Anlage, werden den Prüflingen künftig gestellt.

Leichenwagen dürfen nun auch die Rettungsgasse befahren

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung auch für E-Scooter-Nutzer neue Regeln. Auch wenn es keine Fahrräder sind, gelten für sie künftig die gleichen Vorschriften. Als E-Tretroller gelten Geräte mit einer Bauartgeschwindigkeit von maximal 600 Watt und 25 km/h. Personen, die mit solchen Geräten unterwegs sind, müssen vorhandene Radfahranlagen benutzen. Gehwege sind in der Regel tabu. Allerdings können die zuständigen Behörden einzelne Gehsteige per Verordnung freigeben. Kinder ab zwölf Jahren dürfen alleine mit dem E-Tretroller fahren, jüngere - so sie nicht einen Radfahrausweis besitzen - dürfen dies nur in Begleitung einer zumindest 16 Jahre alten Person.

Außerdem dürfen Leichenwagen nun auch die Rettungsgasse befahren. - das war bisher Einsatzfahrzeugen sowie Fahrzeugen des Straßen- und Pannendienstes vorbehalten. Einsatzfahrzeuge durften allerdings verstorbene Unfallopfer nicht abtransportieren. (APA, TT.com)