Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


Bezirk Kitzbühel

Neue Begegnungszone in St. Johann nimmt langsam Formen an

Bis Ende Juni wird der Ortskern von St. Johann mit großformatigen Granitplatten und so genannten Wiener Würfeln verschönert.

Strabag-Polier Alexander Gindu, Alexander Hronek vom Bauamt der Marktgemeinde St. Johann, Vizebürgermeister Hubert Almberger und Roland Eder (v. l.) von der Firma Eder auf der Baustelle vor dem Café Rainer, wo gerade Pflasterarbeiten stattfinden.

© Michael MaderStrabag-Polier Alexander Gindu, Alexander Hronek vom Bauamt der Marktgemeinde St. Johann, Vizebürgermeister Hubert Almberger und Roland Eder (v. l.) von der Firma Eder auf der Baustelle vor dem Café Rainer, wo gerade Pflasterarbeiten stattfinden.



Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Trotz der vielen Regentage in den vergangenen Wochen liegen die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Speckbacherstraße und des Bahnhofwegs annähernd im Zeitplan. „Wir haben bereits am 15. März angefangen. Zwei Wochen früher als in den vergangenen Jahren, weil es hinten knapp wird. Aber wir haben im Auge, dass wir am 30. Juni fertig sein sollen“, erklärt Alexander Hronek vom Bauamt der Marktgemeinde St. Johann bei einer Baubesprechung. Zu der waren nicht nur die Bauarbeiter eingeladen, sondern auch die von den Arbeiten betroffenen Anrainer.

„Es freut mich, dass fast alle da sind. Das ist ein Stimmungsbild, ein gutes Zeichen. Mittlerweile haben wir ja schon Routine, immerhin ist es bereits der fünfte Bauabschnitt“, sagt Vizebürgermeister Hubert Almberger. Auch wenn es heuer mit dem Wetter nicht so ganz gepasst habe. „Ihr seid für mich die Helden der Baustelle“, dankt Almberger den Bauarbeitern.

Wie berichtet, wird bei der Neugestaltung der bestehende Straßenbelag mit großformatigen Granitplatten in der Mittelzone und Wiener Würfeln an den Seiten ersetzt. In Passagen, die oft überquert werden, wird der Mittelstreifen unterbrochen. Außerdem erfolgt die Umstellung auf ein Mittelentwässerungssystem.

Derzeit wird laut Almberger an einem der wichtigsten Bauabschnitte gearbeitet – an der Ecke rund um das Café Rainer. „Hier entsteht eine smarte Verkehrslösung, eine Begegnungszone, wo alle aufeinander Rücksicht nehmen“, erklärt der Vizebürgermeister. Es brauche aber natürlich ein bisschen Zeit, bis die Bevölkerung das Prinzip verstehe. In St. Johann ist das bereits die fünfte Baustelle, wobei jede mit 500.000 bis 550.000 Euro zu Buche schlägt. „Wir halten bereits in 17 Gemeinden Vorträge bzw. erklären, wie die Begegnungszonen funktionieren“, weiß Hronek zu berichten. Auch der Verkehr im Zentrum von St. Johann habe sich verringert – und zwar von mehr als 4000 Pkw pro Tag auf weniger als 3000.