Letztes Update am Mo, 08.07.2019 15:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Fahrverbote in Tirol ausgeweitet: Polizei und Politik zufrieden

Die Ortsgebiete seien am Wochenende staufrei gewesen, Missachtungen gegen die ausgeweiteten Fahrverbote habe es trotzdem etliche gegeben. Politik, Behörden und Polizei sind aber zufrieden.

Die Fahrverbote gelten seit letzter Woche für den Großraum Innsbruck, Kufstein und Reutte.

© APADie Fahrverbote gelten seit letzter Woche für den Großraum Innsbruck, Kufstein und Reutte.



Innsbruck – Eine zufriedene Bilanz ziehen Landespolitik, Behörden und die Tiroler Polizei nach dem ersten Wochenende, an dem die Fahrverbote und Ampeldosierungen im Großraum Innsbruck, Reutte und Kufstein in vollem Umfang angewendet wurden. „Unsere Ortsgebiete und das niederrangige Straßennetz konnten aufgrund der verordneten Fahrverbote und der Überwachungsmaßnahmen der Tiroler Polizei staufrei gehalten werden“, fasst LH Günther Platter zusammen. Ob die gesetzten Maßnahmen „ausreichen“ oder ob nachjustiert werden müsse, würde sich in den nächsten Wochen zeigen, sagt dazu LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe.

Zurückweisungen vor allem im Großraum Reutte

Laut Polizei mussten vor allem im Großraum Reutte zahlreiche Fahrzeuglenker gestoppt werden, die unerlaubterweise auf das niederrangige Straßennetz abgefahren waren. Sie alle wurden wieder auf die Fernpassstraße zurückgewiesen.

„Es ist leider nach wie vor so, dass sich die Verkehrsteilnehmer mehr an die Ausweichvorschläge mancher Navigationssysteme als an die Fahrverbots-Beschilderungen halten“, begründet der Leiter der Tiroler Verkehrspolizei, Markus Widmann, dies. Um eine besser wahrnehmbare Beschilderung sowie um einzelne Anpassungen bei den Kontrollpunkten und Kontrollzeiten werde man sich demnächst kümmern.

Auch im Großraum Innsbruck hat es laut Widmann am vergangenen Wochenende etliche Missachtungen der Fahrverbote gegeben: „Allein am Kontrollpunkt in Patsch mussten wir am Samstag rund 220 Autofahrer und 170 Motorradlenker auf die Autobahn zurückweisen“.

Im Raum Kufstein führten die aktivierten Dosierampeln zu deutlichen Entlastungen des Zentralraumes von Kufstein und Niederndorf/Ebbs. „Aber auch hier werden wir die Ampelphasen und die Standorte der Dosierampeln nochmals überprüfen und gegebenenfalls anpassen.“

Festgestellt werden konnte trotz aller Schwierigkeiten aber laut Verkehrspolizei auch, dass der Großteil der Autofahrer sehr verständnisvoll auf die Fahrverbote reagiert. (TT.com)