Letztes Update am Mi, 10.07.2019 14:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg

Reisewochenenden: Land Salzburg sperrt fast alle Abfahrten auf A10

Auch das Bundesland Salzburg geht zunehmend gegen Ausweichverkehr vor. An Sechs Reisewochenenden werden nahezu alle Autobahnabfahrten auf der A10 für den Urlauberverkehr gesperrt.

Stau auf der Tauernautobahn. (Symbolfoto)

© APAStau auf der Tauernautobahn. (Symbolfoto)



Salzburg – Das Land Salzburg wird heuer im Sommer an den kommenden sechs Reisewochenenden von 13. Juli bis 18. August nahezu alle Autobahnabfahrten auf der Tauernautobahn (A10) fix für den Urlauberverkehr sperren. Ursprünglich war angekündigt worden, die Maßnahme gegen den Ausweichverkehr bei großen Staus nur bei Bedarf und nur stundenweise anzuwenden.

Die Sperren gelten jeweils am Samstag und am Sonntag von 6 bis 20 Uhr und betreffen alle Abfahrten auf den 93 Autobahnkilometern zwischen Puch-Urstein bei Hallein und Sankt Michael im Lungau. Erlaubt ist der Ziel- und Quellverkehr, Salzburger und Gäste, die in der Umgebung ihre Unterkunft gebucht haben, können problemlos abfahren. Urlauber auf der Durchreise werden von der Polizei zurück auf die Autobahn geschickt.

Wie das Büro des zuständigen Landesrats Stefan Schnöll (ÖVP) mitteilte, habe die fixe Regelung zwei große Vorteile: Zum einen lassen sich die Sperrzeiten zeitgerecht in die Navigationsgeräte der Autofahrer einspeisen. Diese bieten dann keine Ausweichmöglichkeiten mehr an, wenn es auf der A10 staut. Zum anderen hätten stundenweise Sperren bei den Mitarbeitern der Asfinag für einen enormen Mehraufwand gesorgt. Sie hätten die entsprechenden Hinweistafeln vor jeder Ausfahrt immer wieder kurzfristig auf- und wegstellen müssen.

Die vor rund zwei Wochen angekündigte Totalsperre der beiden Autobahnabfahrten in Puch-Urstein (in Richtung Norden) und in Kuchl (in Richtung Süden) für sämtliche Fahrzeuge – also auch die von Einheimischen und Lieferanten – soll nach wie vor bei Bedarf in Kraft treten. Auch die Durchfahrtssperren der Gemeinden Grödig und Wals im Flachgau bleiben bestehen. Salzburg will mit der Maßnahme die durchreisenden Touristen auch bei Staus auf der Tauernautobahn halten und damit die Anrainergemeinden entlasten. (APA)