Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.07.2019


Innsbruck-Land

Streckensperre wegen neuer Bahnbrücke in Vomperbach

Der Neubau der Vomperbachbrücke wirkt sich auf den Nahverkehr aus: Zwischen Fritzens-Wattens und Schwaz wird gesperrt, statt Zügen fahren Busse.

Die Arbeiten an der neuen Vomperbachbrücke laufen auf Hochtouren (Bild), zwischen 27. Juli und 16. August kommt es zu Sperren.

© ÖBB/KapfererDie Arbeiten an der neuen Vomperbachbrücke laufen auf Hochtouren (Bild), zwischen 27. Juli und 16. August kommt es zu Sperren.



Hall, Fritzens, Vomperbach – Seit über 150 Jahren rollen die Züge über die Vomperbachbrücke, jetzt hat sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Das bestehende Bauwerk wird abgetragen und neu errichtet. Seit Dezember 2018 laufen die Vorarbeiten, die neue Brücke wird derzeit neben ihrer Vorgängerin zusammengebaut. Ende Juli ist es dann so weit: Das alte Viadukt wird abgerissen und die neue Brücke eingeschoben. Für eine der am stärksten frequentierten Pendlerstrecken in Tirol bringt das vorübergehend einige Einschränkungen mit sich.

Von 27. Juli bis 16. August wird die oberirdische Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Fritzens-Wattens und Schwaz für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Während die Züge des Fernverkehrs über die Neubaustrecke im Unterinntal verkehren und daher von der Sperre nicht betroffen sind, richten die ÖBB für die Kunden des Nahverkehrs einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.

Zu unterscheiden ist bei den konkreten Auswirkungen zwischen S-Bahnen und Regionalexpresszügen (REX): Alle S-Bahnen (rund 80 pro Tag) werden während der Streckensperre zwischen den Bahnhöfen Fritzens-Wattens und Jenbach im Schienenersatzverkehr geführt, die Busse verkehren im Halbstundentakt. „In Summe stehen dafür täglich rund 20 Busse zur Verfügung“, erklärt ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair im TT-Gespräch. Diese Busse fahren von den jeweiligen Bahnhöfen vor der planmäßigen Abfahrtszeit der Nahverkehrszüge ab, die Kunden werden gebeten, dies bei ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen – also eine längere Fahrtzeit einzuplanen bzw. zur Wahrung von Anschlüssen auf frühere Verbindungen umzusteigen. In den Abend- bzw. Nachtstunden sowie an den Wochenenden werden zudem zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und Fritzens-Wattens Sonderzüge eingesetzt.

Die REX-Züge wiederum werden von 27. Juli bis 16. August zwischen Hall und Jenbach über die neue Unterinntaltrasse geführt – was heißt, dass sie die Bahnhöfe Fritzens-Wattens und Schwaz nicht anfahren können. Für die Kunden stehen auch hier Zubringerbusse bereit, mit denen sie direkt von Schwaz nach Jenbach und retour bzw. direkt von Hall nach Schwaz und retour gelangen.

Worauf die ÖBB explizit hinweisen: Der Bahnhof Fritzens-Wattens ist nicht barrierefrei zugänglich, ebenso wenig die REX-Züge, die während der Sperre verkehren. Mobilitätseingeschränkte Reisende werden daher gebeten, sich unbedingt vor Fahrtantritt beim ÖBB-Kundenservice unter Tel. 05-1717 voranzumelden. Dort sowie unter fahrplan.oebb.at oder www.vvt.at kann man sich im Detail über die Streckensperre informieren. (TT)