Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 13.07.2019


Innsbruck-land

Hangrutsch in Ellbögen: Umfangreiche Sanierungsarbeiten nötig

Am Montag beginnen Sanierungsarbeiten, die voraussichtlich zwei Wochen andauern werden. Dabei wird zusätzlich zu den Betonleitwänden eine Holzankerwand errichtet.

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© zeitungsfoto.at



Ellbögen – Nach dem Hangrutsch in Ellbögen am Donnerstag, bei dem die L38 auf einer Länge von zehn Metern und einer Breite von vier Metern verlegt wurde, konnte gestern wieder ein Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben werden. „Es ist in der Nacht zu keinen Nachbrüchen im Hang gekommen. Es rinnt noch viel Wasser aus dem Hang. Deshalb wird seit Freitagfrüh als erste Maßnahme eine Neuverankerung der Betonleitwände durchgeführt, um die Straße vor weiteren potenziell möglichen Nachrutschungen abzusichern und sie wieder einspurig freigeben zu können“, erklärte Landesgeologe Roman Ausserlechner nach seinem gestrigen Lokalaugenschein. Am Montag beginnen weitere Sanierungsarbeiten, die voraussichtlich zwei Wochen andauern werden. Dabei wird an der Schadstelle zusätzlich zu den Betonleitwänden eine Holzankerwand errichtet, nach deren Umsetzung die Straße wieder zweispurig freigegeben werden kann. Bis dahin regelt eine Ampel den Verkehr einspurig.

Der Hangrutsch ist nicht zuletzt auf die Niederschläge der vergangenen Tage zurückzuführen. „Natürlich steigt mit anhaltenden Regenfällen die Wahrscheinlichkeit von Hangrutschen“, bestätigt Thomas Figl, Leiter der Landesgeologie. „Die Situation in Tirol ist derzeit aber nicht so, dass wir schon auf Nadeln sitzen.“ Beim aktuellen Hangrutsch in Ellbögen handle es sich um eine Stelle, die in der Vergangenheit bereits Probleme bereitet habe, daher würden die Sanierungsarbeiten jetzt auch umfangreicher ausfallen. (np)