Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 13.07.2019


Innsbruck-Land

Neue Brücke bindet Zirl direkt an den Innradweg an

Schnittig (v. l.): BM Georg Willi (Innsbruck), BM Rudolf Häusler (Kematen), Strabag-Tirol-GF Manfred Lechner, Günter Guglberger, Landesbaudirektor Robert Müller, LHStv. Josef Geisler, Leo Plattner, BM Thomas Öfner (Zirl), BM Georg Hörtnagl (Unterperfuss).

© Land Tirol/Entstrasser-MüllerSchnittig (v. l.): BM Georg Willi (Innsbruck), BM Rudolf Häusler (Kematen), Strabag-Tirol-GF Manfred Lechner, Günter Guglberger, Landesbaudirektor Robert Müller, LHStv. Josef Geisler, Leo Plattner, BM Thomas Öfner (Zirl), BM Georg Hörtnagl (Unterperfuss).



Sie ist 97 Meter lang, dreieinhalb Meter breit — und seit gestern offiziell für den Verkehr freigegeben: Die neue Geh- und Radwegbrücke, die bei der Ehnbachmündung von Zirl über den Inn nach Unterperfuss führt, stellt ab jetzt eine direkte Anbindung an den Innradweg her.

Nicht umsonst sprach LHStv. Geisler anlässlich der feierlichen Einweihung von einem „wichtigen Lückenschluss in der Region", der das Fahrrad als Verkehrsmittel aufwerte und den Weg in die Arbeit oder zum Freizeitspaß schneller und sicherer mache. Umwege und die — nicht ungefährliche — Nutzung viel frequentierter Straßen würden für Radfahrer damit der Vergangenheit angehören, freut sich auch BM Thomas Öfner aus Zirl.

Die elegant geschwungene Brücke, in sieben Monaten Bauzeit errichtet, hat 1,65 Mio. Euro gekostet, wobei das Land im Rahmen der Radwegoffensive 70 Prozent übernimmt. Den Rest teilen sich Zirl, Kematen und Unterperfuss.

Als erste Brücke dieser Größenordnung in Tirol wurde das Bauwerk als Holz-Beton-Verbundkonstruktion ausgeführt. Beim Hochwasser Mitte Juni habe das neue Brückentragwerk den ersten Härtetest bestanden, so Günter Guglberger, Brücken- und Tunnelbauexperte des Landes.

Rund um die Benennung der Brücke gab es am Donnerstagabend eine kleine Posse im Zirler Gemeinderat: Schüler der NMS Zirl hatten zahlreiche Namensvorschläge ausgearbeitet, die klare Ausschussempfehlung für den Namen „Ummi" fand im Gemeinderat dann aber keine Mehrheit. Speziell die Liste „Zirl Aktiv" vermisste einen örtlichen Bezug und empfand den lustigen Namen als unpassend für eine offizielle Bezeichnung. „Brücke Martinsbühel", ebenfalls ein Schülervorschlag, war wiederum anderen Mandataren und BM Öfner zu sperrig. Am Ende fiel die Entscheidung mit nur 10:9 Stimmen für den adaptierten Namen „Martinsbrücke". (TT, md)