Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.07.2019


Osttirol

Kreisverkehr in Lienz hat keine Chance



An der Kreuzung von Amlacher und Tristacher Straße hätte die Stadt Lienz gern­e einen Kreisverkehr. Denn an dieser Stelle mündet der vielbefahrene Drauradweg in das städtische Verkehrsnetz, dort müssen die Radler auf den Weg zum Bahnhof abbiegen. „Ein Kreisverkehr wäre die einfachste und auch sicherste Variante", begründet Jürgen Hanser, Obmann des Verkehrsausschusses. Die Mandatare beschlossen in der jüngsten Sitzung, dass Bürgermeisterin Elisabeth Blanik sich beim Land dafür einsetzen soll.
Allerdings hat Hansers Kreisel-Modell nur einen Durchmesser von 23 Metern, und daran scheitert es. „Laut Landesvorgaben braucht ein Kreisverkehr mindestens 35 Meter Durchmesser", so Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz. „Sonst können Schwerfahrzeuge ihn nicht sicher durchqueren, das hat die Erfahrung gezeigt." Der Wunsch der Stadt sei schon früher abgelehnt worden, sagt Haider. (co)