Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 29.07.2019


Verkehr

Radarkästen: In Osttirol wird nicht mehr geblitzt

Während der letzten zwei Wochen sind alle sechs fixen Radarkästen im Bezirk Lienz auf eine neue Technologie umgestellt worden.

Das Radarmessgerät auf Höhe der Haspinger-Kaserne in Lienz war das erste, das auf Laser umgerüstet wurde.

© OblasserDas Radarmessgerät auf Höhe der Haspinger-Kaserne in Lienz war das erste, das auf Laser umgerüstet wurde.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Äußerlich sehen sie annähernd gleich aus wie die altbekannten Radarboxen: die neuen Messgeräte mit Lasertechnologie. Doch ihr Innenleben unterscheidet sich beträchtlich. Für Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind, ist es auch im Bezirk Lienz nun wahrscheinlicher, dass sie erwischt werden.

Sechs fixe Radarkästen sind in Osttirol aufgestellt, und zwar entlang der B108 Felbertauernstraße zwischen dem Felbertauern und Lien­z sowie entlang der B100 Drautal­bundesstraße zwischen Sillian und Nikolsdorf. Die Standorte: an der nördlichen Gemeindegrenze von Matrei, in Huben-Moos und bei Ainet, weiters in Dölsach-Gödnach und beim Bahnhof Nikolsdorf. Das Gerät in Lien­z auf Höhe der Haspinger-­Kaserne verfügt schon seit einigen Monaten über die neue Technologie.

In der Zeit seit 15. Juli sind auch alle anderen stationären Radar-Geschwindigkeitsmessgeräte im Bezirk Lienz auf die neue Laser-Technologie umgestellt worden, informiert der Osttiroler Polizei-Bezirkskommandant Silvester Wolseg­ger. „Die neuen Geräte erlauben es, in beide Fahrtrichtungen zu messen“, so Wolsegger weiter. Bisher musste man nur Sorge habe, von hinten „geblitzt“ zu werden, das ist nun nicht mehr so. Auch der Radarblitz selbst fällt weg, die neue Laser­messung funktioniert ohne äußere Zeichen. So bemerkt der eine oder anderer Lenker seinen Fehltritt aufs Gaspedal wohl erst, wenn der Brief der Behörde mit der Strafanordnung ins Haus flattert.

Kommandant Wolsegger nennt ein Beispiel für die neuen Toleranzgrenzen: „Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern wird ab 59 Stundenkilometern gemessen, 3 Stundenkilometer Toleranz werden abgezogen, was eine strafbare Geschwindigkeit von 56 Stundenkilometern ergibt.“

Abgesehen von den fixen Messstellen gibt es weiterhin mobile Tempokontrollen.




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