Letztes Update am Mi, 31.07.2019 10:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verkehr

Verlorenes Ladegut sorgte auch 2018 für höchste Gefahr auf Autobahnen

300 verlorene Gegenstände sorgten 2018 laut Autobahnbetreiber ASFINAG in Tirol für höchste Gefahr auf den Autobahnen. Meistens ist der Grund dafür schlecht gesichertes Ladegut.

Vom Papierkarton über Zeitungen bis hin zur Couch  oder einem Segelboot ist alles schon einmal auf der Autobahn gelandet.

© ASFINAGVom Papierkarton über Zeitungen bis hin zur Couch oder einem Segelboot ist alles schon einmal auf der Autobahn gelandet.



Innsbruck – Verlorene Gegenstände auf Fahrbahnen sind ein hohes Sicherheitsrisiko. Und die Hitliste der verlorenen Gegenstände ist lang und zum Teil auch ungewöhnlich: Vom Papierkarton über Zeitungen bis hin zur Couch, dem Kühlschrank und sogar einem Segelboot ist alles schon einmal auf der Autobahn gelandet. 783 Meldungen registrierte die ASFINAG 2018 auf den Autobahnen und Schnellstraßen in Tirol und Vorarlberg, berichtet der Autobahnbetreiber in einer Aussendung am Mittwoch. Ausweich- oder unvermittelte Bremsmanöver lösen dabei häufig gefährliche Situationen aus und Unfälle sind keine Seltenheit.

In Tirol ist die Zahl der verlorenen Gegenstände, die gemeldet und entsorgt wurden, leicht zurückgegangen. 300 mal mussten die Mitarbeiter der ASFINAG letztes Jahr ausrücken um kleineres oder größeres Ladegut zu bergen. „Ladegut auf Dachträgern und Anhängern, das schlecht gesichert ist, ist immer eine potentielle Gefahrenquelle“, warnt ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner. Das gelte nicht nur für die Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Teams in den ASFINAG Autobahnmeistereien. „Mit jedem noch so kleinen Gegenstand, der von der Fahrbahn aufgesammelt werden muss, begeben sich unsere Mitarbeiter unnötiger Weise in Gefahr“, erläutert Ebner.

Die Ladegutverluste in Tirol sind von 315 auf 300 Meldungen zurückgegangen.
Die Ladegutverluste in Tirol sind von 315 auf 300 Meldungen zurückgegangen.
- ASFINAG

Daher gelte vor Fahrtantritt: Ladegut unbedingt ausreichend mit professionellen Zurr- oder Spanngurten oder passenden Transportboxen sichern. Darüber hinaus sei jeder Verkehrsteilnehmener auch gesetzlich verpflichtet, für eine geordnete Sicherung von Ladegut zu sorgen.

Die meisten Meldungen im Bundesländervergleich gab es 2018 laut ASFINAG wiederholt in der Steiermark, gefolgt von Salzburg und Niederösterreich. Die wenigsten Ladegutverluste gab es im Burgenland, in Tirol und Wien. (TT.com)

Ausweich- oder unvermittelte Bremsmanöver lösen gefährliche Situationen aus.
Ausweich- oder unvermittelte Bremsmanöver lösen gefährliche Situationen aus.
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