Letztes Update am Di, 20.08.2019 11:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verkehr

Zahl der Verkehrstoten in Europa bleibt auf hohem Niveau

Rund 25.000 Todesfälle im Straßenverkehr gab es 2017. Österreich liegt leicht unter dem EU-weiten Schnitt. Die meisten tödliche Unfälle gab es in Bulgarien und Rumänien.

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Luxemburg, Wien – Die Zahl der bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommenen Personen in der EU ist in den letzten fünf Jahren relativ gleich geblieben. 2017 wurden rund 25.000 Todesopfer gemeldet, was 50 Fällen pro einer Million Einwohner entspreche, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mit.

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In diesem Bereich liege die Zahl der jährlichen Opfer seit 2013. Zuvor hatte es laut Eurostat ab 2007 einen kontinuierlichen Rückgang gegeben. Damals betrug die Zahl der Todesfälle noch 43.000.

Unterschiede beträchtlich

Die Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedern sind der Statistikbehörde zufolge jedoch beträchtlich: während die für Verkehrsteilnehmer sichersten Ländern Großbritannien und Schweden unter 30 Todesfälle pro einer Million Einwohner zu verzeichnen hatten, waren es über 90 in Bulgarien und Rumänien.

Österreich liegt laut den Daten mit 47,2 leicht unter dem EU-weiten Durchschnitt. In absoluten Zahlen verunglückten 2017 insgesamt 414 Menschen in Österreich tödlich. Auch bei den tödlichen Verkehrsunfälle mit Personenkraftwagen schneidet Österreich etwas besser ab: 2017 kamen laut Eurostat gemessen an der Einwohnerzahl in allen 28 EU-Ländern durchschnittlich 22,7 Menschen ums Leben pro Million Einwohner, in Österreich waren es 20,7.

Pkw in Hälfte aller Todesfälle verwickelt

Pkw sind der Statistikbehörde zufolge in fast die Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle verwickelt (46 Prozent). Am zweithäufigsten verunglücken Fußgänger (21 Prozent), Motorradfahrer (15 Prozent) und Fahrradfahrer (acht Prozent), auf andere Formen des Transportes entfallen die restlichen zehn Prozent.

Unter den EU-Mitgliedsländer gibt es in Bulgarien die meisten tödlichen Unfälle mit Pkws, nämlich 64 pro einer Million Einwohner. Dies sind fast sechsmal so viele wie in Malta, das mit elf Fällen die niedrigste Quote aufweist (Daten aus 2016).

In Griechenland leben Motorradfahrer am gefährlichsten

Ausgezeichnet schneidet Bulgarien hingegen in Hinblick auf verunglückte Motorradfahrer ab: Eurostat verzeichnete genauso wie in Estland gemessen an der Einwohnerzahl keine Todesfälle in dieser Verkehrsteilnehmergruppe. In Griechenland ist mit 20 pro einer Million Einwohner die Rate am höchsten und damit weit über dem EU-weiten Durchschnitt von acht. Österreich liegt mit 9,5 über dem EU-Mittelmaß.

In Österreich wurden in der Gruppe der sogenannten schwächsten Teilnehmer des Straßenverkehrs 8,3 Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichnet, am meisten verunglücken in Rumänien (37), am wenigsten in Dänemark (drei). Rumänien ist mit einer Rate von zehn auch für Radfahrer laut der Statistik am gefährlichsten. Am sichersten wird in Zypern (Daten aus 2016) und Luxemburg geradelt, wo die Rate bei null liegt, während die fahrradfreundlichen Niederlande einen relativ hohen Wert von 5,9 Fällen aufweisen. EU-weit liegt der Schnitt bei vier, in Österreich sind es 3,6. (APA)