Letztes Update am Mi, 21.08.2019 12:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Straßenverkehrsordnung

Neue Regeln für E-Scooter seit 1. Juni in Kraft

Seit Anfang Juni werden E-Scooter rechtlich wie Fahrräder behandelt. Die Nutzung eines E-Scooters ist ab einer Alkoholisierung in der Höhe von 0,8 Promille strafbar.

Elektro-Scooter sind Fahrrädern gleichgesetzt. Auf Gehsteigen haben sie nichts verloren. Bei Alkoholisierung drohen Strafen bis zu 5900 Euro. (Symbolfoto)

© AFPElektro-Scooter sind Fahrrädern gleichgesetzt. Auf Gehsteigen haben sie nichts verloren. Bei Alkoholisierung drohen Strafen bis zu 5900 Euro. (Symbolfoto)



Wien – Die 31. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) hat mit 1. Juni neue Regeln für E-Scooter gebracht. Seither werden die elektrischen Tretroller rechtlich wie Fahrräder behandelt. Somit ist Fahren am Gehsteig verboten, die Radinfrastruktur - bzw. sofern diese nicht vorhanden ist die reguläre Fahrbahn - ist zu verwenden.

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Allerdings kann die zuständige Behörde das Befahren mit einem E-Tretroller auch auf Gehsteigen und Gehwegen erlauben - ist das der Fall, darf auf diesen Flächen nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Auch in Fußgängerzonen, Wohnstraßen und Begegnungszonen muss das Tempo dem Fußgängerverkehr angepasst werden

Um StVO-konform zu sein, müssen mindestens eine Bremse, Rückstrahler (nach hinten rot, nach vorne weiß, zur Seite gelb) sowie bei Dunkelheit und schlechter Sicht ein weißes Licht nach vorne und ein rotes nach hinten vorhanden und aufgedreht sein. Die Nutzung eines E-Scooters ist ab einer Alkoholisierung in der Höhe von 0,8 Promille strafbar. Abhängig vom Grad der Betrunkenheit muss mit einem Strafrahmen von 800 bis 5900 Euro gerechnet werden.

Benützt werden darf ein E-Scooter lediglich allein. Zu zweit unterwegs zu sein ist nicht nur gefährlich, sondern auch strafbar. Kinder ab zwölf Jahren dürfen alleine mit dem E-Tretroller fahren, jüngere - so sie nicht einen Radfahrausweis besitzen - dürfen dies nur in Begleitung einer zumindest 16 Jahre alten Person. In Wohnstraßen gelten diese Altersgrenzen nicht. Wie beim Radfahren besteht für Kinder bis zum zwölften Geburtstag die Radhelmpflicht. Experten empfehlen aber unabhängig vom Alter dringend einen Helm zu tragen. Immerhin sind E-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit von maximal 600 Watt und 25 km/h zugelassen. (APA)