Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 29.08.2019


Innsbruck-Land

Beschwerden über Öffi-Anbindung: Patsch sucht Anschluss an Linie “J“

Die Beschwerden über die Öffi-Anbindung in Patsch werden lauter. Eine Routenänderung des „J“ könnte Abhilfe schaffen.

Die IVB-Linie „J“ verkehrt zwischen der Hungerburg und der neuen Patscherkofeltalstation. Diese fährt er über Lans an.

© Thomas Boehm / TTDie IVB-Linie „J“ verkehrt zwischen der Hungerburg und der neuen Patscherkofeltalstation. Diese fährt er über Lans an.



Von Denise Daum

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Igls, Patsch – Mit dem Schulbeginn werden die Autofahrten zwischen Patsch und Igls wieder ansteigen. Nicht wenige Schüler fahren mit dem „J“ von Innsbruck nach Igls, wo sie dann die Eltern abholen. Das bestätigt der Patscher Bürgermeister Andreas Danler. Die Anbindung seiner Gemeinde an die öffentlichen Verkehrsmittel sei durchaus verbesserungswürdig. „Wir bekommen da auch Druck aus der Bevölkerung“, erklärt Danler.

Das Mobilitätsthema wird auch mit den Partnergemeinden der so genannten „Vitalregion“ vom Patscherkofel bis zum Glungezer (also von Ellbögen bis Tulfes) behandelt. „Es wäre wünschenswert, wenn wir eine Lösung für die gesamte Region finden“, schickt Danler voraus. Gleichzeitig stellt er aber klar, dass er sofort zuschlagen werde, sollte es eine Insellösung für Patsch geben. Konkret: Wenn es gelingt, die Route der IVB-Linie „J“ so abzuändern, dass Patsch – zumindest am Ortsrand – mitgenommen wird. So könnte der Bus beispielsweise anstelle desselben Hin- und Retourwegs über Lans einen Weg über die Patscher Straße fahren. Sprich vom Igler Zentrum wie bisher über die Lanser Straße, nach Lans zur neuen Patscherkofelbahn und dann – anstatt denselben Weg retour – vorbei beim Goldbichl, eventuell eine Schleife bis zum Patscher MPreis und über die Patscher Straße runter nach Igls. „Eine Anbindung, wie auch immer diese aussieht, nehmen wir mit Handkuss“, erklärt Danler.

IVB-Geschäftsführer Martin Baltes verweist in diesem Fall auf den Verkehrsverbund Tirol (VVT). Die Linie „J“ sei zwar Sache der IVB, aber da es um die Gemeinde Patsch gehe, sei der VVT zuständig. „Bezüglich der verschiedenen Möglichkeiten zur besseren und vor allem sinnvollen Anbindung der Gemeinde Patsch, wie einer Verlängerung der Linie J, sind wir bereits in sehr guten Gesprächen mit den IVB, dem Planungsverband der Region und der Gemeinde Patsch“, erklärt VVT-Sprecherin Stefanie Aigner. Nachdem in nächster Zeit eine Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts der Region anstehe, „werden in diesem Zuge auch die Verbindungen von und nach Patsch weiter optimiert“, sagt Aigner.