Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 09.10.2019


Bezirk Imst

App für Fahrgemeinschaften: Das Pitztal fährt ab 2020 „ummadum“

Die Mobilitätsplattform aus Wattens wird mit Jahresbeginn im Pitztal starten. Drei der vier Gemeinden sind schon fixiert.

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Von Alexander Paschinger

Pitztal – Das Prinzip ist einfach: Der Fahrer gibt seine Strecke in die App ein, der Mitfahrer meldet sich und zahlt mit „Ummadum“-Punkten: Ein Kilometer kostet 10 Cent. Diese Punkte können dann vom Fahrer wiederum für Fahrten oder auch in teilnehmenden Geschäften eingelöst werden. „Da haben wir mit Ummadum etwas geschaffen, mit dem jeder etwas zur Verkehrsvermeidung beitragen kann“, erklärt René Schader, Geschäftsführer des Wattener Start-ups.

In Wattens und Schwaz funktioniert das System bereits bestens. Dort hat man auch mit Tyrolit und Swarovski Großbetriebe, die solche Fahrgemeinschaften unterstützen. „In der Inntalfurche geht es schon recht gut, jetzt melden sich auch Seitentäler“, so Schader. Im Bezirk Imst wird das Pitztal der Vorreiter sein. „Wir starten mit dem 1. Jänner 2020“, erklärt der Arzler Bürgermeister Josef Knabl. Mittlerweile liegen Grundsatzbeschlüsse aus Arzl, Jerzens und St. Leonhard vor. „Wir machen auch mit“, sagt auch der Wenner Dorfchef Walter Schöpf, er will noch im Oktober den Gemeinderat formell damit beschäftigen. Denn die Info-Veranstaltung Anfang September sei bereits sehr positiv aufgenommen worden.

Im Pitztal gehe es vor allem um die Pendler, ist der Jerzner Bürgermeister und Regionsobmann Karl Raich überzeugt: „Wir haben nicht solche Betriebe wie im Unterland“, erklärt er. Und sein St. Leonharder Amtskollege Elmar Haid ergänzt, dass es nun Aufgabe der Wattener Firma sei, die Partner zu akquirieren. Das System kostet die Gemeinden insgesamt knappe 20.000 Euro, wobei fast 13.800 Euro an Förderungen fließen.

Schader wird mit seinen Mitarbeitern nun die großen Arbeitgeber in Imst, Telfs und Innsbruck kontaktieren, „nächste Woche haben wir auch Treffen mit den ÖBB“. Was die Einlöse-Geschäfte betrifft, sei man derzeit in Verhandlungen. „Aber gerade im Pitztal geht es auch darum, dass kleine Geschäfte die Punkte akzeptieren, die wir dann am Monatsende mit ihnen abrechnen“, so Schader.

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