Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.10.2019


Tirol

Sicherheit auf dem Schulweg: Polizei lobt Disziplin der Lenker

Erfreuliche Bilanz nach der Schwerpunktaktion Schulwegsicherheit

Achtung Schulweg: Die Polizei attestiert dem Großteil der Pkw-Lenker Verantwortungsbewusstsein im Bereich von Schulen und Kindergärten.

© Andreas Rottensteiner / TTAchtung Schulweg: Die Polizei attestiert dem Großteil der Pkw-Lenker Verantwortungsbewusstsein im Bereich von Schulen und Kindergärten.



Innsbruck – Im September kümmerte sich die Tiroler Polizei schwerpunktmäßig um die Schulwegsicherheit. Ziel war, den Kindern auf ihrem Weg zur Schule oder zum Kindergarten ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu geben. Nach intensiven Kontrollen zieht der Kommandant der Landesverkehrsabteilung, Oberst Markus Widmann, ein­e erfreuliche Bilanz. Er lobt die Disziplin der Fahrzeuglenker: Es ereignete sich kein Schulwegunfall im September, außerdem verhalte sich der „weit überwiegende Teil der Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker gerade im Nahbereich von Schulen und Kindergärten sehr verantwortungsbewusst“.

Nichtsdestotrotz mussten die Polizisten in den ersten Wochen nach Schulbeginn eine lange Reihe von Übertretungen ahnden, darunter 2324 Geschwindigkeitsübertretungen, zwei Alkohol- und 242 sonstige Verkehrsdelikte, siebenmal fehlte die Kindersicherung, 55 Personen hatten den Sicherheitsgurt nicht angelegt und 48 Pkw-Lenker telefonierten ohne Freisprecheinrichtung. Der Großteil der Überschreitungen des Tempolimits lag in einem Bereich von unter 20 km/h; im Nahbereich von Schulen/Kindergärten waren 4,2 Prozent der Lenker zu schnell unterwegs, sonst liegt der Durchschnitt bei 8 bis 10 Prozent.

Aber Widmann übt auch Kritik. Zum Beispiel an der Tatsache, dass sich die Fahrzeuglenker bei Schutzwegen, die von der Polizei überwacht wurden, vorbildlich verhielten, sich die Anhaltebereitschaft ohne sichtbare Präsenz der Polizei allerdings deutlich verschlechterte. Außerdem würden Schüler vielfach mit Fahrzeugen zur Schule gebracht. Widmann: „Dadurch verschärft sich die Situation an Bushaltestellen. Straßenzüge werden teilweis­e verparkt, Fahrzeuge auf Gehsteigen und in Bereichen von Halte- und Parkverboten abgestellt. Insbesondere im Stadtgebiet von Innsbruck bleiben Fahrzeuglenker in zweiter Spur stehen, um Kindern das Aussteigen zu ermöglichen. Dadurch entstehen besondere Gefahrenmomente für Kinder.“ (TT)