Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.11.2019


Bezirk Kitzbühel

Totalsperre: Alte Mühlbachbrücke in St. Johann wird erneuert

Bis Ende Mai kommt es durch die Bauarbeiten zur Totalsperre. Die Gemeinde hat für schulpflichtige Kinder einen Transport eingerichtet.

Die Mühlbachbrücke über die Fieberbrunner Ache stammt aus den 60er-Jahren und war nur noch für maximal 14 Tonnen Nutzlast ausgelegt.

© FischerDie Mühlbachbrücke über die Fieberbrunner Ache stammt aus den 60er-Jahren und war nur noch für maximal 14 Tonnen Nutzlast ausgelegt.



Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Die Qualität und die statischen Erfordernisse haben den heutigen Anforderungen einfach nicht mehr entsprochen: Die Mühlbachbrücke über die Fieberbrunner Ache beim Weiler Mühlbach im Winkl stammt aus den 60er-Jahren und wurde bei den jährlichen Untersuchungen immer wieder herabgestuft, teilt Alexander Hronek vom Bauamt der Marktgemeinde St. Johann mit.

Zuletzt galt auf der Brücke nur noch eine maximale Nutzlast von 14 Tonnen. „In dem Weiler gibt es relativ viele Waldbesitzer, die hätten mit ihren Holztransporten eigentlich gar nicht mehr über die alte Brücke fahren dürfen“, sagt Hronek.

Das neue Bauwerk entspricht dann der so genannten Brückenklasse I, was bedeutet, dass sie künftig wieder von allen Fahrzeugen befahren werden kann. Aber auch die Fahrbahnbreite wird von knapp drei Metern auf vier Meter angepasst.

Gestern jedenfalls erfolgte der Startschuss für die Bauarbeiten. Bis Weihnachten sollen die zwei Wiederlager und die Fundamente errichtet werden. Im Jänner geht es dann mit dem Bau des Tragwerkes weiter.

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Nichtsdestotrotz ist mit einer Fertigstellung der neuen Brücke erst Ende Mai 2020 zu rechnen. Die Kosten belaufen sich auf 433.000 Euro, wobei ein erheblicher Teil vom Land Tirol und vom Bund kommt. In der Summe enthalten sind auch 108.000 Euro für den Wasserbau, genauer gesagt für den Angleich des Hochwasserschutzes in diesem Bereich der Fieberbrunner Ache. „Der hört ja bei der Almdorfer Brücke auf, das haben wir jetzt beim Bau der neuen Brücke gleich mitberücksichtigt“, weiß Hronek.

Nachdem es seit gestern notgedrungen eine Totalsperre im Bereich der Baustelle gibt, wurde für die schulpflichtigen Kinder von der Gemeinde eine Transportmöglichkeit organisiert, weil die Schüler die Bushaltestelle nicht mehr erreichen können. Laut Hronek gibt es für die restlichen Bewohner in diesem Ortsteil aber noch genug Zufahrtsmöglichkeiten: über den Grieswirt oder über Gruberau/Fieberbrunn.