Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 27.11.2019


Bezirk Kufstein/Kitzbühel

Region Hohe Salve: Immer mehr Gäste reisen mit der Bahn

GF Stefan Astner, Obmann Hans Peter Osl und AR-Vorsitzender Balthasar Sieberer (v. l.) freuen sich über ein erfolgreiches Jahr.

© EberharterGF Stefan Astner, Obmann Hans Peter Osl und AR-Vorsitzender Balthasar Sieberer (v. l.) freuen sich über ein erfolgreiches Jahr.



Die Ferienregion Hohe Salve wird bei den Urlaubern immer beliebter. Dies zeigen die Nächtigungszahlen. So war der Winter 2018/19 mit 312.420 Nächtigungen der stärkste Winter seit Aufzeichnungsbeginn. Dies war einer der Punkte, von denen GF Stefan Astner bei der Hauptversammlung berichtete. Er gab einen erfreulichen Ausblick: Erstmals könnte heuer die Nächtigungszahl von 600.000 überschritten werden. Vor etlichen Jahren galt dies als unerreichbares Ziel.

Beim TVB führt man diese erfreuliche Entwicklung auf Aktivitäten der letzten Jahre zurück. Im Bereich der Bergbahnen wird auch derzeit wieder stark investiert. Wie Bergbahnen-Geschäftsführer Friedl Eberl berichtete, wird die Gondelbahn auf die Kraft­alm erneuert und die Alm ist dann Mittelstation auf die Kleine Salve. Dort wird auch ein Speicherteich errichtet und der Rohbau für ein Technikzentrum steht bereits, überdies wird neues Gerät angekauft. Durch die 24-Mio.-Investition kann der Skiwinter früher begonnen werden.

Was die Mobilität der Gäst­e anbelangt, strebte man ein­e Kooperation mit den ÖBB an. Diese trage durchaus Früchte, berichtete Obmann Hans-Peter Osl. Immer mehr Gäste nützen die Anreise mit der Bahn. Erfreulicherweise konnte die Kooperation mit der Bahn kürzlich bis zum Jahr 2024 verlängert werden.

Ein wunder Punkt ist die zunehmende Kritik der Bevölkerung am Tourismus. „Vielen geht der Verkehr auf die Nerven, aber man sollte sich schon darüber im Klaren sein, dass wir uns viele infrastrukturelle Einrichtungen ohne Tourismus nicht leisten könnten", so Osl.

Wirtschaftsprüfer Kurt Brait­o versicherte den Anwesenden, dass der Verband finanziell sehr gut aufgestellt ist und die Eigenkapitalquote bei 92 Prozent liegt. (be)