Letztes Update am Di, 19.08.2014 14:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Italienischer Reisebus mit defekten Bremsen auf der Brennerautobahn gestoppt

Eine schwerpunktmäßige Kontrolle von 32 Reisebussen auf der Brennerautobahn führte zu Anzeigen bei einem Viertel der kontrollierten Fahrzeuge. Zwei Busse durften nicht mehr weiterfahren.

(Symbolfoto)

© Böhm(Symbolfoto)



Innsbruck – Am vergangenen Sonntag und Montag führte die Landesverkehrsabteilung Tirol schwerpunktmäßige Kontrollen von Reisebussen auf der Brennerautobahn (A13) durch. Mit der Aktion will die Polizei die Sicherheit im Bereich Schwerverkehr verbessern. Die Beamten der Landesverkehrsabteilung wurden von technischen Sachverständigen der Bundesanstalt für Verkehr (Bundesprüfzug) bei ihren Kontrollen unterstützt.

Insgesamt überprüften die Beamten in 16 Kontrollstunden 32 Reisebusse und deren Lenker auf die Einhaltung der EU-Sozialvorschriften, der Alkoholbestimmungen und des technischen Zustandes. Bei etwa einem Viertel der überprüften Reisebusse wurden verschiedenste Mängel festgestellt und bei allen Lenkern ein Alkovortest durchgeführt. Erfreulicherweise waren sämtliche Tests negativ. Bei sieben Reisebussen wurden verschiedenste Übertretungen festgestellt, drei durften aufgrund gravierender technischer Mängel ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen.

Sechs Übertretungen betreffend Lenk- und Ruhezeiten, wie zu lange Lenkzeiten und fehlender Pausen während der Fahrt, und 38 technische Mängel – beschädigte Bereifung, mangelhafte Bremswirkung sowie Beleuchtungsmängel – wurden bei der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck angezeigt.

Bei einem italienischen Reisebus hatte die zweite Achse keine Bremswirkung mehr. Der Bus konnte die Fahrt nicht fortsetzen. Aus Sicherheitsgründen montierten die Beamten Radklammern, um eine Weiterfahrt zu verhindern. Eine Reparatur an Ort und Stelle war nicht möglich. Die in diesem Bus befindlichen japanischen Reisegäste mussten von einem Ersatzbus abgeholt werden.

Die Landesverkehrsabteilung betont, dass die Kontrollen von den Fahrgästen durchwegs positiv wahrgenommen wurden, obwohl sich durch die intensive Kontrolle die Reisezeit zum Teil nicht unerheblich verlängerte. (tt.com)