Letztes Update am Do, 09.10.2014 08:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Lkw-Fahrer halten sich oft nicht an Lenk- und Ruhezeiten

Bei einer landesweiten Schwerpunktkontrolle hatte die Polizei ein besonderes Auge auf den Schwerverkehr. Von 294 kontrollierten Lkw-Lenkern hielt sich die Hälfte nicht an die vorgeschriebenen Ruhezeiten. Ein Viertel der Fahrzeuge war mangelhaft.



Innsbruck – Am vergangenen Dienstag kontrollierte die Landesverkehrsabteilung den Schwerverkehr auf den Haupttransitrouten Tirols, der A12, A13 und S16, sowie auf der Fernpassstraße, Reschenstraße, Loferer-Straße, Drautalstraße, Seefelder Straße, Tiroler Straße, Zillertalstraße und der Achenseestraße.

Die Spezialisten der Polizei aus dem Bereich Technik, Güterverkehr und Gefahrgut wurden bei ihrem Einsatz von 5 bis 18 Uhr von technischen Sachverständigen des Bundesamtes für Verkehr und Technikern des Amtes der Tiroler Landesregierung unterstützt.

Bei den Kontrollen wurden insgesamt 294 Schwerfahrzeuge und deren Lenker auf die Einhaltung der EU-Sozialvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten, die Alkoholbestimmungen, die Beladung der Schwerfahrzeuge insbesondere Ladungssicherung, den technischen Zustand, die Ausrüstung der Fahrzeuge, das mitgeführte Transportgut (z.B. Gefahrgut) und die Bestimmungen des Güterbeförderungsgesetzes überprüft.

Ein Viertel der Fahrzeuge mangelhaft

Bei etwa einem Viertel der überprüften Schwerfahrzeuge wurden verschiedenste Mängel festgestellt. Bei achtzig der 294 kontrollierten Lenker wurden verschiedenste Übertretungen festgestellt. Insgesamt dreißig Fahrzeuglenkern untersagten die Beamten vorübergehend die Weiterfahrt. Sie durften erst nach Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes ihre Fahrt fortsetzen.

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Knapp die Hälfte aller kontrollierten Lenker hielten sich nicht an die Vorschriften der Lenk- und Ruhezeiten. Bei einem Lkw-Lenker, der auf der B 171 in Maukenbach kontrolliert wurde, ergab die Auswertung des digitalen Tachografen beispielsweise insgesamt 21 Lenkzeit- und Ruhezeitdelikte.

Die Polizei stellte außerdem knapp fünfzig Delikte wegen Überladung sowie 13 Gefahrengutdelikte fest. Aus dem Schwerpunkteinsatz gehen 13 Anzeigen wegen fehlender oder nicht ausreichender Ladungssicherung hervor. Bei 73 Schwerfahrzeugen gab es technische Mängel, beispielsweise eine mangelhafte Bereifung, mangelhafte Bremswirkung und Beleuchtungsmängel.

Die Lenker jener Fahrzeuge, die mangelhaft waren, wurden je nach Schwere des Mangels entweder der Behörde angezeigt oder mittels Organstrafverfügung bestraft. (tt.com)