Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 10.02.2015


Verkehr

Lärmmessungen kommen

Der Verkehrslärm entlang der Bundesstraße in Going wird wegen Anrainerbeschwerden gemessen. Auswirkungen könnte dies auch auf das Raumordnungskonzept haben.

Geschützt vom Lärm sind die Bewohner auf der Dorfseite (r.). Die Anrainer auf der gegenüberliegenden Seite empfinden den Verkehrslärm nun lauter als vorher.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Hofer</span>

© Verena HoferGeschützt vom Lärm sind die Bewohner auf der Dorfseite (r.). Die Anrainer auf der gegenüberliegenden Seite empfinden den Verkehrslärm nun lauter als vorher.Foto: Hofer



Von Verena Hofer

Going a. W. K. – Adaptiert wurde die Bundesstraße in Going schon vor Jahren. Verkehrsinseln wurden errichtet, Lärmschutzwände auf Dorfseite (Süden) errichtet. Anrainer, die auf der nördlichen Seite des Dorfs wohnen, klagen seitdem über einen höheren Lärmpegel. Bei der Bürgerversammlung in Going hat Bürgermeister Josef Pirchl Gespräche mit den Verkehrsplanern zugesagt. Pläne gibt es auch bei der Reither Kreuzung.

Bei einer Zusammenkunft mit Vertretern des Landes wurden die Themen aufgegriffen. Im Frühjahr sollen Lärmschutzmessungen durchgeführt werden. „Wir müssen warten, bis der Schnee geschmolzen ist“, erklärt Pirchl die Vorgehensweise. Wie eine Lösung aussehen kann, darüber gibt es von Gemeindeseite noch keine Vorschläge. Betroffen sind rund 30 Anrainer. Vorerst will Pirchl das Ergebnis der Lärmschutzmessungen einmal abwarten. Aus dem zuständigen Baubezirksamt Kufstein erklärt Jürgen Wegscheider, Fachbereichsleiter Straßenbau: „Wir machen die Evaluierung im Frühjahr. Aufgrund dieser Zahlen haben wir dann eine Diskussionsbasis.“ Ähnlich hat die Diskussion auch in Söll begonnen. Anrainer beschwerten sich über den höheren Verkehrslärm, der nach einer Messung bestätigt wurde. In Söll wird nun eine zusätzliche Lärmschutzwand errichtet. Die Kosten teilen sich dabei Land und Gemeinde – die TT berichtete.

Der Verkehrslärm hat auch Auswirkungen auf die Fortschreibung des Goinger Raumordnungskonzepts. „Das Land dreht den Spieß um. Auf lange Sicht darf dort nicht mehr gebaut werden“, schildert der Bürgermeister. Das Thema Reither Kreuzung ist in der Goinger Gemeindestube ein altbekanntes – auch für Bürgermeister Pirchl: „Ich bin jetzt 24 Jahre lang in der Gemeinde tätig und über die Reither Kreuzung wird immer wieder diskutiert.“ Vor Kurzem wurde dem Gemeinderat ein neuer Lösungsvorschlag vorgelegt. „Dieser gefällt uns ganz gut, aber es fehlt die Prama-Kreuzung“, sagt Pirchl und ergänzt, dass eine gemeinsame Lösung für die beiden Kreuzungen das Ziel sein müsse. Eingearbeitet in den jetzigen Vorschlag ist der Anschluss des geplanten Gewerbegebiets. Über einen Zeitraum zur Umsetzung will sich Pirchl nicht festlegen. „Falls nicht alle geplanten Projekte verwirklicht werden, dann hoffen wir auf eine Vorreihung“, sagt Pirchl. Auf die Stellungnahme der Gemeinde zu den Plänen wartet Wegscheider: „Wir hatten am 15. Jänner die Sitzung. Bis jetzt haben wir noch keine Antwort erhalten.“

In Erhaltungsmaßnahmen investiert das Land Tirol heuer in Going. Die Bundesstraße wird von der Stanglsäge zum Reischerwirt saniert. Ebenso auch die Landesstraße vom Ebner Bauer (Fußballplatz) bis zur Reither Kreuzung.

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