Letztes Update am Mi, 13.06.2018 16:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich

Unwetter-Warnung nach Rekordregen für Teile Österreichs

Hagel, Sturm und heftiger Regen: Am Dienstag wüteten in Teilen Ostösterreichs schwere Unwetter. Die ZAMG gab auch für Mittwoch Wetterwarnungen heraus. Ab Donnerstag beruhigt sich das Wetter wieder.

© BFVDL STEIERMARKUmgestürzte Bäume in der Steiermark: Auch hier wüteten heftige Unwetter.



Innsbruck – Rekordregen, rund 130.000 Blitze, Sturm und Hagel: Am Dienstag tobten schwere Gewitter über Teilen Niederösterreichs, dem Burgenland, der Steiermark und Kärnten. Auch am Mittwoch ist die Gefahr noch nicht gebannt: Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat mehrere Wetterwarnungen herausgegeben.

Im Osten und Süden Österreichs können sich stellenweise schwere Gewitter bilden, mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.

An der Nordseite der Alpen, vor allem vom Bregenzerwald über Tirol bis hin zum Mostviertel und ins Mariazellergebiet, sind nicht Gewitter das Problem, sondern starker Dauerregen. Hier regnet es größtenteils bis in die Nacht hinein ohne Pause. Muren und kleinräumige Überschwemmungen sind möglich.

Wie schwer die Unwetter am Dienstag waren, zeigen nicht nur die Verwüstungen, auch einige Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

In Puchberg am Schneeberg in Niederösterreich ergossen sich binnen weniger Stunden 116 Millimeter Regen – so viel wie nie zuvor an einem einzigen Tag und fast die gesamte Monatsmenge. In einem durchschnittlichen Juni regnet es in Puchberg im gesamten Monat 120 Millimeter.

An der Wetterstation auf der Rax wurden 102 Millimeter Regen gemessen. Das ist hier der zweithöchste Wert der Messgeschichte. Auch hier fiel der meiste Regen in kürzester Zeit: In nur vier Stunden schüttete es 83 Millimeter.

Stärkster Blitz entlud sich in Tirol

Nicht nur der Regen, auch die Sturmböen waren heftig: Am Sonnwendstein im Semmering-Gebiet fegte die stärkste Böe mit 116 km/h dahin. In Graz erreichten der Sturm bis zu 111 Stundenkilometer. In Bad Eisenkappel in Kärnten wurden bis zu bis zu 102 km/h gemessen.

In ganz Österreich wurden am Dienstag laut Wetterdienst Ubimet 128.628 Blitze detektiert. Fast die Hälfte entlud sich über der Steiermark, immerhin noch 26.958 in Niederösterreich. „Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 253.000 Ampere wurde in der Gemeinde Gerlos registriert.“

Wetterberuhigung ab Donnerstag, wärmer am Wochenende

Am Donnerstag sind keine schweren Gewitter zu erwarten. Zeitweise regnet es noch, im Laufe des Tages lockern die Wolken dann etwas auf, und die Sonne kann hervorkommen. Es nicht mehr so warm wie in den letzten Tagen, mit Höchstwerten zwischen 16 und 22 Grad.

Der Freitag bringt 20 bis 25 Grad und eine Mischung aus Sonne und Wolken. Vereinzelt können am Nachmittag Regenschauer entstehen, besonders im Bergland.

Am Wochenende wird wieder etwas wärmer. Am Samstag ist es in der Westhälfte Österreichs überwiegend sonnig und in der Osthälfte wechselhaft, mit Sonne, Wolken und gewittrigen Regenschauern. Der Sonntag dürfte dann überall unbeständiger verlaufen: zeitweise zeigt sich zwar die Sonne, aber auch Regenschauer und Gewitter können entstehen.


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