Letztes Update am Di, 23.10.2018 19:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hurrikan „Willa“

Hurrikan „Willa“ brachte starken Regen an Mexikos Pazifik-Küste

Der als extrem gefährlich geltende Wirbelsturm soll sich Experten zufolge nach dem Landgang am Mittwoch schnell abschwächen.

Strände an der mexikanischen Pazifikküste wurden gesperrt.

© AFPStrände an der mexikanischen Pazifikküste wurden gesperrt.



Mexiko-Stadt – Der als hochgefährlich eingestufte Hurrikan „Willa“ hat vor Mexiko an Kraft verloren, aber bereits starke Regenfälle an die Pazifikküste des lateinamerikanischen Landes gebracht. „Willa“ wurde mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde zu einem Hurrikan der Stufe drei herabgestuft, wie der Wetterdienst Mexikos am Dienstag mitteilte.

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„Willa“ befand sich rund 55 Kilometer südöstlich der Marías-Inseln im Pazifik. Die mexikanischen Behörden bereiteten Evakuierungen vor, sie rechnen mit Überschwemmungen und Erdrutschen. Heer und Marine wurden alarmiert. In mehreren Gemeinden in den Bundesstaaten Sinaloa, Jalisco und Nayarit fiel an Schulen der Unterricht aus.

Zwei Kreuzfahrtschiffe könnten nicht wie geplant am Mittwoch in Mazatlan einlaufen, meldete die Zeitung El Universal unter Berufung auf den Tourismusminister des Bundesstaates Sinaloa, Oscar Perez Barros. Mazatlan ist ein beliebter Badeort im Nordwesten Mexikos. Im weiter südlich gelegenen Puerto Vallarta ordnete der Gouverneur des Staates Jalisco, Aristoteles Sandoval, laut Presseberichten vorsorglich die Evakuierung der Hotelzone an.

Der Wirbelsturm hat sich seit Montag leicht abgeschwächt, gilt aber weiter als extrem gefährlich. Für den Küstenabschnitt zwischen San Blas im Bundesstaat Nayarit und Mazatlan sowie die vorgelagerten Marias-Inseln galt Hurrikan-Warnung. Nach dem Landgang erwarten die Meteorologen, dass sich „Willa“ am Mittwoch schnell abschwächt.

Schon sein Name spricht für eine sehr aktive Hurrikan-Saison im Pazifik: Die Tropenstürme werden jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge benannt. In der bis Ende November dauernden Saison im Pazifik ist man also bereits bei „W“ angelangt. Der bisher letzte atlantische Sturm war vor zwei Wochen „Nadine“.

Der Vorgänger von „Willa“, Tropensturm „Vicente“, löste sich am Dienstag südlich des Badeorts Manzanillo allmählich auf und erreichte noch Windgeschwindigkeiten von 65 Stundenkilometern. Die Meteorologen warnten vor starkem Regen. In welchem Maße die Häufigkeit von Wirbelstürmen mit dem Klimawandel zusammenhängt, ist in der Forschung umstritten. (APA/dpa)