Letztes Update am Mi, 28.11.2018 16:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Australien

Verkehrschaos wegen heftiger Regenfälle in Sydney

Schwere Gewitterregen brachten am Mittwoch stellenweise mehr als 106 Millimeter Niederschlag. Bei einem offenbar durch das Unwetter ausgelösten Autounfall starb Berichten zufolge ein Mensch.

Sydneys Straßen wurden durch die Unmengen an Regen überflutet.

© AFPSydneys Straßen wurden durch die Unmengen an Regen überflutet.



Sydney – Ungewöhnlich heftiger Regen hat in der australischen Metropole Sydney am Mittwoch für ein Verkehrschaos gesorgt. Flüge und Bahnverbindungen wurden gestrichen und Autofahrer steckten auf überschwemmten Straßen fest, nachdem binnen weniger Stunden mehr Regen niederging als üblicherweise im ganzen Monat November.

Schwere Gewitterregen brachten am Mittwoch nach Angaben der Wetterbehörde stellenweise mehr als 106 Millimeter Niederschlag. Normalerweise erlebt Sydney im November durchschnittlich eine Regenmenge von 84 Millimetern - im gesamten Monat.

Bei einem offenbar durch das Unwetter ausgelösten Autounfall starb Berichten zufolge ein Mensch. Zwei Polizisten wurden bei einem Rettungseinsatz durch einen herabstürzenden Ast verletzt.

Zahlreiche Flüge gestrichen

Die Rettungsdienste in der größten australischen Stadt rückten bis zum Vormittag zu zwölf Rettungseinsätzen wegen der Überschwemmungen aus. Mindestens 6.600 Menschen waren nach Angaben von Stromversorgern ohne Elektrizität. Die Polizei rief die Bewohner auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und auch mit dem Auto überschwemmte Straßen zu meiden. Auf dem größten Flughafen von Sydney wurden zahlreiche Flüge gestrichen oder verschoben.

Seit längerem leidet Australien unter Wetterextremen. In den vergangenen Wochen erlebte der Kontinent Staubstürme, Hitze und Schnee. Während der Südosten am Mittwoch im Regen versank, wurden am Mittwoch im nordöstlichen Bundesstaat Queensland Tausende Menschen vor Buschbränden in Sicherheit gebracht. In dem Bundesstaat herrscht seit Tagen extreme Hitze und Trockenheit. (APA/AFP)