Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.01.2019


Tirol

Wetterstationen in Tirol wieder von Schnee und Eis befreit

Die Tiroler Wetterstationen sind wieder voll funktionstüchtig. Insgesamt 15 dieser wichtigen Einrichtungen mussten von Schnee und Eis befreit werden.

Paul Kößler, Techniker des Lawinenwarndienstes, bei Reparaturarbeiten am Reuttener Hahnenkamm.

© Land TirolPaul Kößler, Techniker des Lawinenwarndienstes, bei Reparaturarbeiten am Reuttener Hahnenkamm.



Innsbruck – Aufatmen heißt es für all jene, die die Wetterlage vergangene Woche in Atem gehalten hat: Nur noch wenig Neuschnee wurde für die Nacht auf heute angekündigt, auch die Lawinengefahr ist dank der zunehmenden Schneesetzung rückläufig. Aktuell ist die Warnstufe auf drei gesunken.

Darüber hinaus gibt es noch mehr gute Nachrichten: Die Tiroler Wetterstationen sind wieder voll funktionstüchtig. Insgesamt 15 dieser wichtigen Einrichtungen mussten von Schnee und Eis befreit werden, erklärt Paul Kößler, Techniker beim Lawinenwarndienst Tirol. Sensoren und elektronische Datenübertragung sind intakt, die Aufzeichnung von Temperatur, Niederschlag und Feuchtigkeit läuft also wieder rund um die Uhr.

Mit 200 Wetterstationen ist Tirol bestens ausgestattet. Das zeigt nicht zuletzt ein Vergleich mit der Schweiz, die bei einer doppelt so großen Alpinfläche nur über 100 solcher Messstationen verfügt.

Positiv schreitet in Tirol auch die Setzung der Schneedecke voran: „Wurden auf der Nordkette gleich nach dem Schneefall 4,50 Meter Schneehöhe gemessen, waren es gestern nur noch 3,95 Meter“, sagte Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst Tirol.

Gebannt ist die Lawinengefahr damit aber noch nicht. So wurden Lawinenschutzbauten sicherheitshalber auf ihren Zustand hin überprüft. Erkundungsflüge gab es im Bereich Oberland und im Lechtal, berichtete Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale Tirol. (TT)