Letztes Update am Fr, 08.03.2019 16:59

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Reutte

Föhnsturm beschädigte Gipfelkreuz der Zugspitze

Starker Föhn riss ein Stück aus dem Strahlenkranz des Gipfelkreuzes auf der Zugspitze – ein Mitarbeiter konnte das Stück einsammeln. Nun muss geprüft werden, wie das Kreuz repariert werden kann.

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Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald – Bei den schweren Föhnstürmen der vergangenen Tage ist das Gipfelkreuz der Zugspitze beschädigt worden. In der Nacht auf Donnerstag sei ein Stück aus dem Strahlenkranz herausgebrochen, der das vergoldete Kreuz schmückt, sagte ein Sprecher der Bayerischen Zugspitzbahn am Freitag.

Bilder der Webcam an dem mit 2962 Metern höchsten Berg Deutschlands zeigen, dass einer von vier Strahlen fehlt. Ein Mitarbeiter der Zugspitzbahn habe das abgebrochene Stück eingesammelt. Nun müsse geprüft werden, wie das Kreuz repariert werden könne.

Windspitzen von 144 km/h

In der Nacht auf Donnerstag hatte der Föhnsturm an der Zugspitze laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gegen 2 Uhr Spitzengeschwindigkeiten von 144 Stundenkilometern erreicht. Derartige Windgeschwindigkeiten gebe es dort oben gelegentlich, sagte ein DWD-Meteorologe. Auch am Freitag war es stürmisch, für das Wochenende werden wieder Orkanböen erwartet. Der stärkste Sturm tobte an der Zugspitze am 12. Juni 1985, als 335 Stundenkilometer gemessen wurden.

Unterdessen hat am Freitag die Tiroler Zugspitzbahn, die von Ehrwald auf den Gipfel führt, ihren Betrieb nach eintägiger Unterbrechung wieder aufgenommen. „Die Bahn fährt wieder ganz normal“, sagte Geschäftsführer Franz Dengg. Am Mittwochnachmittag war ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt. Mit dem Stromausfall stoppte die Bahn abrupt. Wegen der ungünstigen Lastenverteilung – eine volle Gondel bergab und eine leere bergauf – sprang bei dem Not-Stopp das Zugseil aus der Führung. Die Gondel mit 82 Menschen hing in luftiger Höhe fest. Bis mit einem Bergekorb alle Fahrgäste aus der Gondel geholt waren, vergingen gut dreieinhalb Stunden. Die Passagiere wurden mit der Bayerischen Zugspitzbahn auf der anderen Seite des Berges ins Tal gebracht und per Bus zurück nach Ehrwald chauffiert. „Es hat für unsere Gäste nie eine Gefahr bestanden. Aber es ist halt unangenehm“, stellte Dengg fest. (APA)