Letztes Update am Mo, 11.03.2019 10:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vorarlberg

Viele Vorarlberger Funken konnten wegen Sturm nicht entzündet werden

17 der rund 100 Funken sollen aus Sicherheitsgründen erst diese Woche in Brand gesteckt werden. Einen Weltrekord will am Wochenende die Lustenauer Funkenzunft aufstellen.

Die Idee zum Weltrekord-Funken entstand in Lustenau bereits um das Jahr 2000, als in Gaißau  mit 41 Metern der bisher höchste Funken brannte. Den Weltrekord hält laut Guinnessbuch seit 2016 das norwegische Alesund mit einem 47 Meter hohen Mittsommerfeuer.

© APADie Idee zum Weltrekord-Funken entstand in Lustenau bereits um das Jahr 2000, als in Gaißau mit 41 Metern der bisher höchste Funken brannte. Den Weltrekord hält laut Guinnessbuch seit 2016 das norwegische Alesund mit einem 47 Meter hohen Mittsommerfeuer.



Bregenz – Sturmwind hat am Sonntagnachmittag und -abend in Vorarlberg zu Absagen der traditionellen Funkenfeuer geführt. 17 der rund 100 über das ganze Land verteilten Funken wurden aus Sicherheitsgründen nicht angezündet und sollen erst diese Woche in Brand gesteckt werden. Die Feuerwehren verzeichneten 19 Einsätze, um umgestürzte Bäume oder Bauzäune aus dem Weg zu räumen. Verletzt wurde niemand.

Die Funkenfeuer bilden den traditionellen Abschluss der Vorarlberger Fasnacht, mit denen der Winter ausgetrieben wird. Am Sonntag aber demonstrierte das Wetter seine Macht und verhinderte vielerorts das Abbrennen der Funken. In 17 Fällen fassten die jeweiligen Funkenzünfte aus Sicherheitsgründen der Entschluss, auf das Anzünden der geschlichteten Holzhaufen zu verzichten. Diese Funken sollen aber in den kommenden Tagen bzw. spätestens am nächsten Wochenende lodern, wie die Zünfte bekannt gaben. Das gilt auf für Bartholomäberg (Bez. Bludenz), wo der Funken am Sonntagnachmittag umgestürzt war.

Wie gefährlich das Hantieren mit Feuer am Sonntag war, zeigte sich in Vandans (Bez. Bludenz), wo laut ORF Radio Vorarlberg eine Thujenhecke aufgrund von Funkenflug in Brand geriet. Die Funken stammten von einem etwa 40 Meter entfernten, bereits abgelöschten Lagerfeuer auf dem Funkenplatz.

Weltrekord in Lustenau nicht betroffen

Von den Verschiebungen nicht betroffen war der Weltrekord-Versuch in Lustenau. Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens errichtet die „Hofstalder Funkenzunft“ dort den weltweit höchsten Funken. Dieser soll mit 58,60 Metern so hoch werden wie die Lustenauer Kirche St. Peter und Paul. Den Weltrekord für das „tallest bonfire“ (höchstes Lagerfeuer) hält laut Guinnessbuch seit 2016 das norwegische Alesund mit einem rund 47 Meter hohen Mittsommerfeuer.

Der Weltrekord-Versuch war von allem Anfang an am 16. März (20.00 Uhr) angesetzt. Um 16.00 Uhr wird die offizielle Höhenmessung vorgenommen. Sollte ein Abbrennen des Funkens am Samstag aus Wettergründen nicht möglich sein, so soll er am Sonntag (17. März) zu Mittag angezündet werden. (APA)

Absagen

- Tosters (Ersatztermin Montag)

- Nüziders (Ersatztermin Dienstag)

- Gaißau (Ersatztermin Dienstag)

- Alberschwende (Ersatztermin Freitag9

- Wolfurt (Ersatztermin Freitag)

- Brand (Ersatztermin Freitag)

- Dornbirn-Haselstauden (Ersatztermin Freitag)

- Sonntag (Ersatztermin Samstag)

- Batschuns-Furx (Ersatztermin Sonntag)

- Fontanella (Ersatztermin Sonntag)

- Bartholomäberg (Ersatztermin Sonntag)

- Altach

- Bregenz Pfänder

- Lochau

- Schoppernau

- Schlins

- Hörbranz


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