Letztes Update am Mo, 25.03.2019 17:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iran

Mindestens 17 Tote durch Unwetter im Iran

Mehr als 70 Menschen wurden durch die schweren Unwetter verletzt. Die Regierung berief eine Krisensitzung ein.

In der Stadt Shiraz wurden Autos zusammengeschoben.

© MEHR NEWSIn der Stadt Shiraz wurden Autos zusammengeschoben.



Teheran – Bei Unwettern und Überschwemmungen in mehreren Teilen des Irans hat es nach amtlichen Angaben mindestens 17 Tote und mehr als 70 Verletzte gegeben. Rettungsteams befürchteten, noch mehr Leichen zu finden. Der Wetterdienst warnte am Montag, dass in den nächsten 72 Stunden zwölf Provinzen von den Überschwemmungen betroffen sein könnten.

Wegen der Unwetter wurden mehrere Inlandsflüge gestrichen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Am heftigsten waren laut Medienberichten die Überschwemmungen in den Provinzen Golestan und Masandaran im Nordiran sowie Fars im Süden und Khusstan und Chorramabad im Südwesten betroffen. In den nördlichen Provinzen seien zwei, im Süden und Südwesten mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Weil es landesweit regnete, gab es am Montag auch Warnmeldungen für andere Provinzen, unter anderem für die Hauptstadt Teheran. Viele Iraner sind wegen der persischen Neujahrsferien gerade auf Reisen.

Der Ort  Agh Ghaleh im Norden des Landes steht unter Wasser.
Der Ort Agh Ghaleh im Norden des Landes steht unter Wasser.
- fars news

Präsident Hassan Rouhani hat am Montag die Behörden in den betroffenen Provinzen aufgefordert, in höchster Bereitschaft zu sein. Vizepräsident Eshaq Jahangiri hat eine Krisensitzung einberufen. Die Flut forderte auch ein erstes politisches „Opfer“. Der Gouverneur der Provinz Golestan wurde entlassen, weil er nach den Überschwemmungen in der Provinzhauptstadt Gorgan nicht aus seinem Neujahrsurlaub zurückgekehrt war.

In der Zwischenzeit wurden auch die Armee und die Revolutionsgarden zu den Rettungsarbeiten herangezogen. Die Feuerwehr und die Rettungsteams des Roten Halbmonds waren in den betroffenen Provinzen total überfordert. (APA/dpa)




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