Letztes Update am Do, 02.05.2019 11:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

April 2019: Dreizehnter zu warmer Monat in Folge

Die Zentralanstalt für Meteorologie meldet die längste Serie der Messgeschichte an überdurchschnittlich warmen Monaten. Während es im Westen bis zu 75 Prozent mehr Niederschlag gab, war es im Osten und Norden Österreichs extrem trocken.

Blick von Scheffau auf das Kaisergebirge.

© Tomi MairBlick von Scheffau auf das Kaisergebirge.



Wien – Der April 2019 fiel deutlich zu warm aus und liegt in der Monatsbilanz um 1,5 Grad über der Klimavergleichsperiode 1981-2010. „Damit war das in Österreich einer der 25 wärmsten Aprilmonate seit Messbeginn im Jahr 1767“, so Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Es sei somit der dreizehnte überdurchnittlich warme Monat in Folge gewesen.

Dabei wechselte sich im April sommerliches mit nahezu winterlichem Wetter ab. Unterhalb von 400 Meter Seehöhe gab es verbreitetet ein bis drei Sommertage (Höchsttemperatur mindestens 25 Grad). Die höchste Temperatur des Monats wurde am 25. April an den ZAMG-Wetterstationen Wieselburg und Waidhofen/Ybbs (beide Niederösterreich) mit 28,5 Grad gemessen. Auch in Innsbruck hat es im April bereits zwei Sommertage gegeben, mit Temperaturen von mindestens 25 Grad.

Nur wenige Tage später schneite es in Österreich bis in viele Täler. Zum Beispiel lagen am 28. April in St. Jakob im Defereggental (Osttirol, 1383 m Seehöhe) elf Zentimeter Schnee. In Gatschach am Weißensee (Kärnten, 949 m) lag am 29. April in der Früh eine vier Zentimeter hohe Schneedecke.

Teils nass, teils trocken

Um 25 bis 75 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen April fiel im Bereich des Tiroler Alpenhauptkamms sowie in Osttirol und Oberkärnten. Im Norden und Osten Österreichs setzte sich die Trockenheit von Februar und März fort. Hier wird der April 2019 voraussichtlich um 40 bis 80 Prozent zu trocken ausfallen.

Laut ZAMG sind die starken Regenfälle am letzten April-Tag noch nicht mit eingerechnet. Es könnten sich daher noch in der Endbilanz für April noch Änderungen ergeben. (TT.com)