Letztes Update am So, 12.05.2019 18:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Besserung erst ab Donnerstag: „Eisheilige“ werden Namen gerecht

Pünktlich zu den „Eisheiligen“, die ab Sonntag laut Bauernregel für Kälteeinbrüche im Mai sorgen, zeigt sich auch das Wetter in der kommenden Woche mehrheitlich kühl und nass.

In höheren Tallagen in Tirol bleibt es winterlich.

© ZOOM.TIROLIn höheren Tallagen in Tirol bleibt es winterlich.



Wien, Innsbruck – Die „Eisheiligen“ halten sich in diesem Jahr streng an den Kalender. Nach dem Wetterumbruch am Wochenende regnet es zumindest bis zur Wochenmitte durch, wie Meteorologen der ZAMG prognostizierten. Erst am Donnerstag ist Besserung in Sicht.

Am Montag überwiegt weiterhin starke, vielfach auch geschlossene Bewölkung mit zeitweisem Regen. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt dabei im Bergland sowie südlich des Alpenhauptkammes. Im Westen und Norden sind auch längere Niederschlagspausen zu erwarten. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1000 und 1500 Metern. Abermals bläst am Alpenostrand sowie im Südosten teils stürmisch auflebender Wind aus Nordwest bis Nordost. Die Frühtemperaturen liegen zwischen null und neun Grad, die Nachmittagstemperaturen zwischen sechs und 14 Grad.

Am Dienstag Schnee oberhalb von 700 Meter möglich

Am Dienstag befindet sich der Ostalpenraum am Rande eines Hochs mit Zentrum über der Nordsee in einer nordöstlichen Strömung mit Luftmassen polaren Ursprungs. „Mit Höchstwerten von nur 2 bis 12 Grad kühlt es am Dienstag sogar noch weiter ab“, prognostiziert UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. „Damit ist es um 10 bis 15 Grad kälter, als in einem durchschnittlichen Mai.“ Spätwinterlich wird es dabei noch einmal vor allem in Lagen oberhalb von 700 bis 1000 Meter, hier schneit es immer wieder. Dazu bleibt der unangenehme, kräftige Nordwestwind erhalten, von Osttirol bis zum Wechsel sind Sturmböen einzuplanen.

Ein Tief mit seinem Kern über Oberitalien sorgt am Mittwoch in Österreich häufig für dichte Wolken und Regen. Die Schneefallgrenze steigt auf 1200 bis 2000 Meter Seehöhe an. Im äußersten Westen sind laut ZAMG auch längere sonnige Phasen möglich. Der Wind weht aus West bis Nord, am Alpenostrand sowie in den Föhnstrichen an der Alpensüdseite können auch lebhafte Böen dabei sein. Die Frühtemperaturen liegen bei ein bis acht Grad, die Tageshöchsttemperaturen bei fünf bis 15 Grad.

Am Wochenende wird es frühsommerlich

Nach dem Tiefpunkt bei den Temperaturen am Dienstag kommt der Frühling in der zweiten Wochenhälfte allmählich wieder auf Touren. „Zwar müssen wir weiterhin auf beständiges Hochdruckwetter warten, am Donnerstag sind aber schon wieder bis zu 17 Grad zu erwarten“, so Spatzierer. „Der Freitag hat dann sogar Werte um 20 Grad im Repertoire und aus heutiger Sicht setzt sich auch am kommenden Wochenende der Trend hin zu frühsommerlichen Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad fort.“ (APA/TT.com)