Letztes Update am Sa, 22.06.2019 13:18

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unwetter

Schwere Unwetter in Norditalien und der Schweiz: Hagel im Piemont

In Mailand standen Straßen nach starken Gewittern unter Wasser. Heftige Unwetter und Überschwemmungen trafen auch den Westen der Schweiz. Im Schweizer Kanton Neuenburg trat ein Bach zwischen Dombresson und Villiers im Kanton Neuenburg über die Ufer und

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Rom/Turin/Mailand – Schwere Unwetter haben am Samstag den norditalienischen Raum heimgesucht. Schwerer Hagel und heftige Niederschläge trafen vor allem die norditalienische Region Piemont mit der Hauptstadt Turin.

Ein 65-jähriger Pensionist, die in den Wälder der Ortschaft Villarfocchiardo bei Turin vermisst war, wurde am Samstag tot aufgefunden. Der Mann suchte nach seinen Brillen, die er bei einer Wanderung verloren hatte, und meldete sich plötzlich nicht mehr. Seine Leiche wurde unweit eines Baches in einer Gegend gefunden, in dem Starkregen niederging.

In Mailand standen Straßen nach starken Gewittern unter Wasser. Eine Autofahrerin konnte sich noch rechtzeitig retten, nachdem eine Unterführung, in der sie mit ihrem Fahrzeug unterwegs war, überschwemmt wurde. Die Feuerwehr erhielt unzählige Anrufe besorgter Bürger. Mit Niederschlägen ist auch in Mittel- und in Süditalien zu rechnen.

Autos in Schweiz davongeschwemmt

Heftige Unwetter und Überschwemmungen trafen auch den Westen der Schweiz. Im Schweizer Kanton Neuenburg trat ein Bach zwischen Dombresson und Villiers im Kanton Neuenburg über die Ufer und trug Dutzende Autos davon. Mehrere Menschen waren in ihren Auto gefangen und mussten aus den im Bachbett liegenden Fahrzeugen geborgen werden.

Nach Angaben der Polizei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. In Dombresson standen die Straßen mehr als einen Meter unter Wasser, wie Polizeisprecher Pierre-Louis Rochaix am Samstag der Schweizer Nachrichtenagentur sda sagte. Auf einem Video war zu sehen, wie sich die wilden Wassermassen ihren Weg durch zahlreiche Ortschaften bahnten.

Tiefgaragen und Keller wurden überflutet, Böschungen rutschten ab, eine Straße wurde beschädigt. Die Behörden warnten die Bevölkerung, sich in tief gelegene Räume zu begeben. Überschwemmte Straßen sollten keinesfalls befahren werden. Zwischen 22.00 Uhr und 3.45 Uhr gingen mehr als 560 Notrufe allein aus dem Val-de-Ruz bei der Kantonspolizei Neuenburg ein, wie das Portal 20Minuten berichtete.

Das Portal berichtete zudem, dass Samstagfrüh zwei Hubschrauber im Einsatz waren, um möglicherweise vermisste Personen zu suchen und Menschen zu bergen, die aufgrund der Fluten in ihren Häusern festsaßen. Laut Meteo Schweiz war in der Region um Dombresson am Samstag nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.