Letztes Update am Mo, 29.07.2019 18:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima

Juli 2019 einer der zehn heißesten seit Messbeginn

Mehr Sonnenschein und weniger Niederschlag: Der Juli 2019 war überdurchschnittlich warm. Tirols Temperaturhöchstwert lag bei 36,7 Grad Celsius in Innsbruck.

(Symbolbild)

© Pixabay/romaneau(Symbolbild)



Innsbruck – Die Aufzeichnungen von rund 270 Wetterstationen und 84.000 Datenpunkten in ganz Österreich machen deutlich, dass der Juli 2019 um 1,7 Grad Celsius wärmer als im bisherigen Mittel war. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und SPARTACUS erhoben die Daten.

Seit 2010 fünf der heißesten Juli-Monate überhaupt

Generell besteht der Trend zu einem immer wärmer werdenden Klima und der siebte Monat des Jahres 2019 bildet dabei keine Ausnahme: Um 1,7 Grad Celsius liegen die Temperaturen über dem Durchschnitt, der sich aus der Klimaperiode von 1981 bis 2010 errechnet. Die noch fehlenden Tage des Monats wurden mittels Prognosen berücksichtigt. „Unter den zehn wärmsten Juli-Monaten der 253-jährigen Messgeschichte liegen jetzt fünf der 2000er-Jahre“, sagt Alexander Orlik von der ZAMG. „Weiters sind mit 1983, 1994 und 1995 noch drei weitere Juli-Monate der jüngeren Vergangenheit unter den Top 10.“ Neben den Werten des Tieflandes war es auch in den Gipfelregionen um 1,8 Grad Celsius wärmer.

Die höchste Temperatur Europas wurde in dem Monat in Deutschland gemessen (40,5 Grad Celsius). In Österreich lag die Höchsttemperatur bei 38,8 Grad Celsius in Krems.

Höhere Temperaturen, weniger Niederschlag

Der Juli 2019 wurde von zwei Hitzewellen und einer etwas zu kühlen Phase geprägt. Die erste Hitzewelle begann bereits Ende Juni und endete im ganzen Land am 19. Juli. Die zweite Welle an Hochtemperaturen folgte dann im letzten Drittel des Monats und schloss – vor allem im Westen – mit Regenschauern und Gewittern ab. Im Osten hielt sie teilweise bis Ende Juli an.

In ganz Österreich fiel durchschnittlich 30 Prozent weniger Regen. In Regionen wie dem Mostviertel und Teilen des Waldviertels gab es bis zu 75 Prozent weniger Niederschlag. Die Sonne schien im Gegensatz dazu bundesweit um zwei Prozent länger.

Tirol verzeichnete ein vergleichsweise eher geringes Defizit an Regen (21 Prozent). Die Temperaturen waren mit 1,5 Prozent Abweichung vom Mittelwert um 0,2 Prozent niedriger als die österreichweit gemessenen. Der Temperaturhöchstwert wurde bei der Universität Innsbruck mit 36,7 Grad Celsius am 24. Juli aufgezeichnet. (jam, TT.com)

Temperatur Juli 2019: Die Grafik stellt die Abweichung der Temperatur vom Mittelwert (1981 bis 2010) in Prozent dar.
Temperatur Juli 2019: Die Grafik stellt die Abweichung der Temperatur vom Mittelwert (1981 bis 2010) in Prozent dar.
- ZAMG/SPARTACUS

Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Wandern, Baden, in der Sonne liegen - am Wochenende ist alles möglich.Wetter
Wetter

Tirol tankt Sonne vor der nächsten Schlechtwetterfront

Vereinzelt trüben zwar Wolken die Sicht, alles in allem steht aber ein sonniges und warmes Wochenende in Tirol bevor. Der Sonntag knackt dann die 30-Grad-Mar ...

Bei diesem Haus sorgte die Gewitterfront für schweren Schaden.Bezirk Imst
Bezirk Imst

Wirbelsturm deckte Dächer ab: Unwetter wütete in Mieming

Nur kurz dauerte das Gewitter in der Nacht auf Montag, zog durch Mieming aber eine „Schneise der Verwüstung“, erzählt der Bürgermeister. Bäume wurden entwurz ...

(Symbolfoto)Unwetter
Unwetter

Mann und sechsjähriges Mädchen nach Flut in der Schweiz vermisst

Insgesamt waren zwei Autos in Chamoson von dem über die Ufer getretenen Fluss Losentse mitgerissen worden. Ein Auto war leer, im anderen befanden sich der Ma ...

Ideales Wanderwetter herrscht am Mittwoch mit spätsommerlichen 20 bis 26 Grad, vorher muss man die Abkühlung überstehen.Wetter
Wetter

Gewitter und Sturm verblasen heiße Luft: Hochsommer Adieu

Die hochsommerlichen Temperaturen verabschieden sich langsam, bereits heute Nacht steht die erste Abkühlung an. Zur Wochenmitte wird es spätsommerlich warm, ...

Aufräumarbeiten in Luxemburg, nachdem ein Tornado schwere Schäden verursachte.Schwere Unwetter
Schwere Unwetter

Wetterextreme: Tornado in Luxemburg, heftige Stürme in Deutschland

Mehr als 1000 Notrufe gingen innerhalb weniger Minuten bei Polizei und Feuerwehr ein. In den betroffenen Orten wurden Notunterkünfte für Bürger eröffnet, die ...

Weitere Artikel aus der Kategorie »