Letztes Update am So, 27.10.2019 18:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Adieu, goldener Herbst: Regen und Schnee halten Einzug in Tirol

Von Gold zu Grau: Der herbstliche „Hauch Altweibersommer“ neigt sich dem Ende zu. Der Wochenstart gestaltet sich in ganz Tirol äußerst trüb, nass und kühl. Tief „Yaroslav“ bringt einen zweistelligen Temperatursturz. Erst am Donnerstag kündigt sich ein (Sonnen-)Licht am Ende des Tunnels an.

Mit der Zeitumstellung wendet sich das Blatt – wettertechnisch wird es in der neuen Woche frisch und frostig.

© pixabayMit der Zeitumstellung wendet sich das Blatt – wettertechnisch wird es in der neuen Woche frisch und frostig.



Innsbruck – „Wo bist du, mein Sonnenlicht?“ ist nicht nur ein ganz schrecklicher Ohrwurm, sondern wohl auch die Frage aller Fragen in der kommenden Woche. Oder zumindest für die erste Wochenhälfte, denn nach seinem spätsommerlichen Intermezzo präsentiert sich der Oktober nun von seiner ungemütlichen Seite.

Eine Kaltfront namens „Yaroslav“ macht dem goldenen Herbst den Garaus. Bereits in der Nacht auf Montag ziehen von Deutschland her einige Wolken ins Land – und diese haben reichlich Regen im Gepäck. Auch tagsüber wird es vom Außerfern bis nach Kufstein immer wieder nass, in Osttirol vor allem am Nachmittag. Zwischen fünf und 14 Grad ist am Montag alles möglich.

Zur Wochenmitte gesellt sich zum Regen auch Schnee

In ähnlichem Gewand zeigt sich der Himmel über Tirol am Dienstag. Die dichte Wolkendecke lässt der Sonne keine Chance, mit einem Maximum von zehn Grad wird es noch kühler als am Montag. Und zum Regen gesellen sich ein paar Schneeflocken: Die Schneefallgrenze sinkt von 2400 Metern in der Früh bis 1400 Meter am Abend – am weitesten herab schneit es von den Tannheimer Bergen bis zum Kaisergebirge.

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Viel wärmer wird es auch am Mittwoch nicht. Ein Höhentief zögert die Wetterbesserung hinaus, woraus eine unsichere Prognose resultiert. Allerdings dominieren weiterhin Wolken, Nebel und stellenweise auch Regen. Wer in gebirgigeren Lagen wohnt, erhascht am Vormittag vielleicht sogar den ein oder anderen Sonnenstrahl. Oberhalb von 1000 bis 1600 Metern ist allerdings weiter mit Schnee- und Graupelschauern zu rechnen.

Regenjacke an Allerheiligen

Lichtblick der Woche ist der Donnerstag. Die Sonne hat sich wieder an die Firmaments-Front gekämpft und versorgt uns mit strahlendem (und richtigem) Herbstwetter – mit Höchstwerten von zwölf Grad bleibt es recht frisch. Vor allem der Start in den Tag wird kalt und frostig, auch im Inntal. Gegen Abend wandern dann von Westen her wieder ein paar Wolken ins Land, die bleiben. Gut möglich also, dass Grabgänger an Allerheiligen nicht überall im Trockenen stehen. (tst)