Letztes Update am Di, 12.11.2019 21:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Flocken fallen auf Tirol nieder: Wir suchen die schönsten Schnee-Fotos

Nachdem die Schneefälle vergangene Woche hauptsächlich Hochtäler betroffen haben, startet der Winter einen neuen Anlauf. Am Dienstag gibt's Schnee bis in viele Tallagen. Der Schwerpunkt der Schneefälle liegt in Osttirol.

Speichersee in Hütteg am Weerberg von Schnee umrahmt.

© TT-Leser Markus AignerSpeichersee in Hütteg am Weerberg von Schnee umrahmt.



Innsbruck — Während am Sonntag und Montag die Sonne vom Himmel über Tirol strahlte, näherte sich bereits ein Italientief. Es brachte bereits am Montagabend in Osttirol Regen und Schnee in höheren Lagen.

In der Nacht auf Dienstag ist es dann auch in Nordtirol zu Schneefällen gekommen. Die Schneefallgrenze ist von anfangs 1000 Meter auf bis zu 800 Meter abgesunken. Die Temperaturen liegen tagsüber noch bei 1 bis 5 Grad Celsius, am Abend dann bei bis zu 0 Grad, wie beispielsweise in Achenkirch. In höheren Lagen wie Alpbach oder Seefeld ist mit -2 Grad zu rechnen.

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Schnee bleibt auch in Tälern liegen

Der Dienstag startet bewölkt, die Schneefallgrenze bleibt zunächst gleich. Gegen Abend werden die Schneefälle wieder stärker und in Nordtirol schneit es dann zunehmend bis in tiefe Lagen. „Über Nacht kommt es im Inntal zu Temperaturen von 1 bis 2 Grad. Überall sonst ist es frostig, was bedeutet, dass der Schnee liegen bleibt", sagt Steffen Dietz vom Wetterdienst Ubimet, „selbst in den tiefsten Tälern deutet sich der erste markante Neuschnee des Winters an."

Konkret für Innsbruck spricht die Ubimet von ein bis zwei Zentimetern Schneematsch, in Regionen oberhalb von 600 bis 700 Meter von einer Neuschneemenge von zehn Zentimetern, oberhalb von 1200 Meter von 20 bis 30 Zentimetern. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) werden auf dem Brennerpass von Dienstag bis Mittwoch rund 40 Zentimeter Neuschnee erwartet.

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Für Mittwoch versprechen die Meteorologen eine Wetterbesserung. Am Vormittag lassen die Schneefälle in Nordtirol nach, am Nachmittag lockern die Wolken auf. Die Temperaturen liegen zwischen 0 bis 3 Grad, im Inntal und in Lienz bei 3 Grad. In Osttirol schneit es hingegen weiter. Hier kommen laut ZAMG bis Mittwochabend selbst in Tallagen 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen.

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Ein Meter Neuschnee auf Lienzer Dolomiten

Der Niederschlags-Schwerpunkt liegt auf der Alpensüdseite im Bereich der Karnischen Alpen-Lienzer Dolomiten-Karawanken, wo es laut ZAMG bis Mittwochabend insgesamt über einen Meter Neuschnee geben kann. Im Bereich der südlichen Stubaier Alpen, der Tuxer und Zillertaler Alpen sowie am Tauernhauptkamm werden bis 50 bis 80 Zentimeter Neuschnee erwartet, in den übrigen Gebirgsregionen 30 bis 50 Zentimeter.

In der Nacht auf Donnerstag sorgt dann klarer Himmel für Frost. Es kühlt auf -5 Grad ab, in Hochtälern sogar bis -10 Grad. Untertags macht sich Südföhn breit und es taut leicht. Ein ausgeprägtes Tiefdrucksystem zwischen Frankreich und der Iberischen Halbinsel gewinnt an Einfluss auf das Wettergeschehen und führt wieder wärmere Luft aus dem Mittelmeer an den Alpenraum heran.

Lawinengefahr abseits gesicherter Pisten

„Es steht uns ein Wintereinbruch mit steigender Lawinengefahr bevor. Im Hochgebirge herrscht dann tiefster Winter", erklärt Rudi Mair, Leiter Lawinenwarndienst Tirol und rät deshalb: „Jetzt keine Skitouren und Variantenfahrten abseits gesicherter Pisten unternehmen." Wie es um die aktuellen Gefahren im Gebirge im Zusammenhang mit den Schneeverhältnissen steht, wird auf https://lawinen.report/blog veröffentlicht.

Winterreifenpflicht beachten, Schneeketten mitnehmen

Bernhard Knapp, Vorstand der Verkehrsabteilung des Landes Tirol, appelliert an die Autofahrer: „Bitte jetzt unbedingt die Winterreifenpflicht beachten und bei Fahrten in ausgesetzten Lagen Schneeketten mitführen." Auf den Transitstrecken in Tirol wie zum Beispiel am Fernpass sind Vorbereitungen wegen hängengebliebener Lkw getroffen worden. So können am Fernpass bei Gefahr im Verzug vorgeschaltene Ampeln auf Rot gestellt werden. Die Kettenanlegeplätze sind ebenfalls vorbereitet. Der Starkschneefall kann auch zu Straßensperren in Tirol führen. (TT.com)