Letztes Update am Fr, 15.11.2019 09:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankreich

Wintereinbruch in Frankreich: 300.000 Menschen ohne Strom

Rund um Grenoble wurden drei Bahnstrecken vorläufig gesperrt, da umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. Zahlreiche Lkw blieben zeitweise auf den eingeschneiten Straßen liegen. Ein Mann wurde in Roche von einem umstürzenden Baum erschlagen.

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Paris – Heftiger Schneefall hat im Südosten Frankreichs für chaotische Zustände gesorgt. 300.000 Haushalte in den Departements Drome, Isere, Ardeche und Rhone waren seit Donnerstag ohne Strom, wie ein Sprecher des Energieversorgers Enedis am Freitagmorgen dem Sender BFMTV sagte. Der massive Wintereinbruch führte außerdem zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Straße und der Schiene.

Der Schneefall sei „sehr ergiebig“ und es sei schwierig vorherzusagen, wann die Stromversorgung in den abgeschnittenen Haushalten wiederhergestellt sei, sagte Enedis-Sprecher Robin Devogelaere. Es gebe „erhebliche Schäden“ an Stromleitungen. Am Donnerstagabend waren zwei Hochspannungsleitungen zusammengebrochen.

Mann von Baum erschlagen

In der Gemeinde Roche im Departement Isere kam am Donnerstagabend ein Mann ums Leben, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen. Der 63-Jährige wurde von einem zweiten Baum erschlagen, der ebenfalls unter der Schneelast zusammenbrach. Ein 27-Jähriger wurde verletzt.

Der Wintereinbruch führte außerdem zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Rund um Grenoble wurden drei Bahnstrecken vorläufig gesperrt, da umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. Zudem galten Beschränkungen für den Lkw-Verkehr. Auf dem Flugplatz Saint-Exupery in Lyon und in Saint-Etienne wurden 15 Zentimeter Schnee gemessen, am nahe Grenoble gelegenen Vercors-Massiv gar 30 Zentimeter. (APA/dpa)