Letztes Update am Di, 22.08.2017 06:53

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kreidezeit

Kleine Teilchen, große Wirkung: Ruß trug zum Massensterben bei

Nach dem Einschlag eines Asteroiden waren es vor allem die vielen Rußpartikel, die die Photosnynthes zum Erliegen brachten und damit das Massensterben am Ende der Kreidezeit auslösten.

© MARTEN VAN DIJL / NATURALISDas Aussterben der Dinosaurier passierte nach einem Asteroideneinschlag.



Boulder – Nach dem gewaltigen Asteroiden-Einschlag auf die Erde vor 66 Millionen Jahren versank der Planet für mehr als ein Jahr in Dunkelheit. Dies lag an großen Mengen Ruß, die infolge von weltweiten Flächenbränden nach dem Einschlag in die Atmosphäre gelangten, wie US-Forscher in den Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften berichten. Ohne Sonnenlicht kam die Photosynthese der Pflanzen zum Erliegen und die Temperaturen sanken erheblich. Dies habe zum Massensterben am Ende der Kreidezeit beigetragen, bei dem etwa zwei Drittel aller Tierarten ausstarben, darunter die Dinosaurier.

Der Einschlag des Asteroiden auf der Yucatán-Halbinsel im heutigen Mexiko wird seit langem mit dem Massensterben am Ende der Kreidezeit in Verbindung gebracht. Was genau geschah, ist aber unter Forschern umstritten. Als gesichert gilt, dass der Einschlag unmittelbar Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche auslöste, die sich verheerend auf die damaligen Bewohner des Planeten auswirkten. Wie weit diese Naturkatastrophen sich weiter abseits des Einschlagortes auswirkten, ist aber weniger gut geklärt. (dpa)