Letztes Update am Do, 12.10.2017 09:07

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Asteroid 2012 TC4 flog am Donnerstag knapp an Erde vorbei

Mit einem Abstand von rund 44.000 Kilometern war der Asteroid an der Erde vorbeigeflogen. Er war schon 2012 entdeckt worden.

© iStockEin Asteroid in der Nähe der Erde.



Darmstadt/Washington – Der Asteroid 2012 TC4 hat die Erde am Donnerstagmorgen in relativ geringem Abstand passiert. Der Vorbeiflug sei wie berechnet pünktlich erfolgt, sagte Detlef Koschny von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA am Donnerstag im niederländischen Noordwijk. Dabei erreichte der Himmelskörper seinen erdnächsten Punkt um 7.41 Uhr mit rund 44.000 Kilometern Abstand.

Zum Vergleich: Der Mond ist etwa 400.000 Kilometer entfernt, geostationäre Satelliten fliegen in einer Höhe von knapp 36.000 Kilometern. Weitere Informationen lagen Koschny zunächst nicht vor. „Ich bin mir aber sicher, das sie kommen“, sagte er. So werde etwa untersucht, aus welchem Material der Asteroid besteht. „Wir haben Daten, mit denen wir das herausfinden“, erklärte er.

Möglichkeit des Zusammenstoßes

Ein Wiedersehen mit 2012 TC4 wird es erst im Jahr 2079 geben. Dann existiert laut ESA eine minimale Wahrscheinlichkeit, dass er die Erde trifft. Die Chance betrage 1:15.000. Doch da der Asteroid auf seinem jetzigen Vorbeiflug von der Erde abgelenkt werde, könne sich die Wahrscheinlichkeit geändert haben.

Wenn sich ein großer und potenziell gefährlicher Himmelskörper der Erde nähert, hat man nach Einschätzung von Experten mit den aktuellen Kontrollmöglichkeiten in der Regel mehrere Jahre bis Jahrzehnte Vorlaufzeit, um Schutzmaßnahmen zu treffen.

Obwohl die Beobachtungsmöglichkeiten immer besser werden, gibt es jedoch keine absolute Sicherheit. Denn 15 bis 20 Prozent der Objekte aus dem All kommen von der Sonnenseite und sind für Teleskope unsichtbar. Zudem gibt es ein unheimlich kleines Restrisiko, dass ein Komet von weit draußen ankommt und dass wir ihn erst zwei Jahre vorher sehen würden. (APA/dpa)

Ein Asteroid fliegt knapp an der Erde vorbei.
- Reuters