Letztes Update am Mo, 22.10.2018 11:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

Der Fotokopierer wird 80 Jahre alt: Vervielfältigung auf Knopfdruck

Am 22. Oktober 1938 fertigte der US-Erfinder Chester F. Carlson die erste Fotokopie der Welt an.

Chester Carlson sitzt an seinem "Kopierer".

© dpaChester Carlson sitzt an seinem "Kopierer".



Frankfurt – Egal ob in Schule, Studium oder Büro: Kopierer sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht wegzudenken. Am Montag wird der Fotokopierer 80 Jahre alt. Am 22. Oktober 1938 fertigte der US-Erfinder Chester F. Carlson die erste Fotokopie der Welt an.

Carlson arbeitete damals in einer New Yorker Elektronikfirma in der Patentabteilung. Ihn störte, dass es keine schnelle und bequeme Lösung gab, um Patentzeichnungen zu vervielfältigen. Deshalb begann er, mit Elektrostatik zu experimentieren. Nach jahrelanger Tüftelei hatte er endlich Erfolg. Doch es sollte noch bis in die 1960er Jahre dauern, bis seine Erfindung marktreif war und unter dem Firmennamen „Xerox“ weltweit die Büros eroberte. Carlson wurde dadurch ein reicher Mann.

Drucken, Faxen, Scannen, E-Mailen

Das Prinzip hinter dem Fotokopierer ist einfach: Eine Papiervorlage wird mit Licht bestrahlt, wodurch sich eine negativ geladene lichtempfindliche Trommel an den Stellen, die nicht von Schrift verdeckt werden, positiv auflädt. Tonerpartikel lagern sich dann an den verbleibenden negativ geladenen Stellen an und werden anschließend auf blankes Papier gedruckt. Die Technik wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt und die Kopierer bekamen neue Funktionen: Drucken, Faxen, Scannen, E-Mails versenden.

Zwar wird heutzutage das papierlose Büro viel beschworen – einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge schätzen aber sieben von zehn Unternehmen, dass mindestens die Hälfte ihrer Büro- und Verwaltungsprozesse weiterhin papierbasiert ablaufen werden. So gut wie kein Unternehmen verzichtet demnach vollständig auf Papier. Daher wird der Fotokopierer die Menschen wohl noch einige Jahre begleiten. (APA/AFP)


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