Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.02.2019


Bezirk Imst

Wichtige Diskussionsgrundlage für Familienrat

Elisabeth Haid (FS Fürstenburg in Burgeis) mit Karl Krug, Direktor-Stv. Paul Juen (LLA Imst) und Michael Krug (v. l.) suchten Lösungen.

© ParthElisabeth Haid (FS Fürstenburg in Burgeis) mit Karl Krug, Direktor-Stv. Paul Juen (LLA Imst) und Michael Krug (v. l.) suchten Lösungen.



Die LLA (Landwirtschaftliche Landeslehranstalt) in Imst untersuchte einen bäuerlichen Nebenerwerbsbetrieb in Wildermieming. Gemeinsam mit der Südtiroler Partnerschule Fürstenburg und der HTL Imst legten die Schüler gestern ihre Ergebnisse zu möglichen Umstrukturierungen des Mutterschafbetriebes von Familie Krug vor. „Ich danke allen Beteiligten, dass sie einen kritischen Blick von außen auf unseren Betrieb geworfen haben. Die drei präsentierten Szenarien sind für unseren Familienrat eine wichtige Diskussionsgrundlage", dankte Vater Karl Krug. Da die alte Hofstelle schon in die Jahre gekommen ist und den heutigen Standards nicht mehr entspricht, wurde der Bau eines neuen Stallgebäudes angedacht. Vierzehn Mutterschafe sollen zukünftig gehalten und eigenständig vermarktet werden. Die Schüler der Gruppe Betriebswirtschaft ermittelten zuerst die Ist-Situation des Betriebs und gaben die ermittelten Daten ein. Anschließend wurden die verschiedenen Varianten berechnet und hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit analysiert. Die Stallbaugruppe, mit technischer Unterstützung dreier HTL-Schüler, beschäftigte sich mit der Planung eines passenden Stallgebäudes, während die Gruppe Tierzucht den aktuellen Tierbestand erhob und in die Überlegungen einfließen ließ. Die Pflanzenbauer stellten die Futtersituation dar. „Meine Frau trägt dieses ?Hobby' seit Jahren unter der Voraussetzung, dass am Ende eine schwarze Null herauskommt, mit", scherzt Karl Krug, denn: „Die Landwirtschaft hat für unsere Familie viel gebracht, vom eigenen Essen bis hin zur Arbeit, die uns zusammenwachsen ließ. Nun ist es an der Zeit, die nächste Generation in die Zukunftspläne einzubinden. Zuzusperren wäre einfach, den Betrieb weiterzuführen, scheint umso schwieriger." (top)